Online-AfuBarcamp kurz und knackig, zum Ausprobieren!

AfuBarcamp

Ein Barcamp ist eine dynamische, lebendige Veranstaltung. Das Programm entsteht erst im laufenden Prozess aus den Interessen und Ideen der Teilnehmenden. Jedes AfuBarcamp ist ein bisschen anders, man weiß nie genau, was kommt, aber immer gibt es zufriedene Teilnehmende. Die haben uns beim letzten Mal gebeten, unsere AfuBarcamps bitte häufiger anzubieten. Darauf gehen wir gerne ein, gleichzeitig wollen wir interessierten Neueinsteigern eine bequeme Gelegenheit bieten, diese Veranstaltungsform für sich auszuprobieren.

Deshalb veranstaltet das AJW-Referat des DARC jetzt das kürzeste AfuBarcamp aller Zeiten. Es findet statt am kommenden Mittwoch, dem 13.1. und dauert nur einen Abend, von 19 Uhr bis 22.15 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist diesmal nicht nötig. Wir nutzen wieder das bewährte BigBlueButton Videokonferenz- und Schulungssystem des DARC. Einen Tag davor, am Dienstagabend von 19 bis 20 Uhr, bieten wir außerdem eine BigBlueButton-Einführung. Wer sich damit noch nicht oder noch nicht gut auskennt, kann die eigene Technik testen und sich mit dem System vertraut machen. Wir führen dabei auch in Möglichkeiten von BigBlueButton ein, die normalerweise Vortragenden vorbehalten sind: Bei unserem Online-AfuBarcamp stehen diese Möglichkeiten allen zur Verfügung. Weitere Informationen und die Hinweise zum Einstieg gibt es auf https://www.afubarcamp.de. Darüber berichtet Andreas Krüger, DJ3EI.

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Prüf- und Messdienst beseitigte in 2020 über 3500 Störungen

BNetzA

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur hat im Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie über 3500 Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten vor Ort ermittelt und beseitigt. Jede vierte Störung betraf einen sicherheits- oder systemrelevanten Funkdienst, beispielsweise von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, den Flugfunk und öffentliche Mobilfunknetze. „Wir gewährleisten eine störungsfreie Kommunikation für systemrelevante Funk- und Telekommunikationsdienste auch während des Lockdowns“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Umfassende Hygiene- und Abstandsregelungen sicherten ab März die Außeneinsätze und die Auftragsbearbeitung vor Ort. Auch die Erreichbarkeit der Störungsannahme und die bundesweite Einsatzbereitschaft des Prüf- und Messdienstes war rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche gewährleistet.

Der Prüf- und Messdienst ist immer dann gefragt, wenn Beeinträchtigungen von Funk- und Telekommunikationsdiensten keine betrieblichen Ursachen haben, sondern durch ungewollte oder unzulässige Funkaussendungen oder andere elektromagnetische Effekte verursacht werden. Neben der Funkstörungsbearbeitung und präventiven Überprüfungen von Frequenzzuteilungen kontrolliert der Prüf- und Messdienst u.a. die Umsetzung von Versorgungsverpflichtungen im Mobilfunk und die Einhaltung von Grenzwerten der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit. Des Weiteren sucht der Prüf- und Messdienst nach Frequenznutzungen ohne Frequenzzuteilung und stellt bei Großveranstaltungen sicher, dass Frequenzen störungsfrei für die unterschiedlichsten Funkanwendungen genutzt werden können.

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur ist an 19 Standorten im Bundesgebiet mit Messfahrzeugen vertreten, um flächendeckend Aufgaben wahrzunehmen. Darüber hinaus werden ein akkreditiertes Messlabor für die Marktüberwachung und eine Satellitenmessstelle betrieben. Verbraucher und Unternehmen, die eine Funkstörung melden wollen, können sich an die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur wenden. Diese ist jederzeit unter Tel. 04821-895555 oder per E-Mail unter funkstoerung(at)bnetza.de erreichbar. Hier wird geklärt, ob die gemeldete Störung in die gesetzliche Zuständigkeit der Bundesnetzagentur fällt. Sollte die Störung betrieblicher Natur sein, wird der Anfragende beraten, an wen er sich wenden sollte. Dieser Service und die Störungsbearbeitung durch den Prüf- und Messdienst vor Ort sind für den Störungsmeldenden gebührenfrei. Auch die Verursacher von Störungen müssen keine Gebühren befürchten, soweit die Störungen unverschuldet verursacht werden.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesnetzagentur)

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WSJT-X 2.4.0 führt das neue digitale Protokoll Q65 ein

WSJT-X

WSJT-X Version 2.4.0 wird ein neues digitales Protokoll namens Q65 einführen, das für „minimale Zwei-Wege-QSOs über besonders schwierige Ausbreitungspfade“ gedacht ist, heißt es in der Schnellstartanleitung. „Auf Signalpfaden mit einer Dopplerspreizung von mehr als ein paar Hertz ist Q65 optimal. Q65 ist besonders effektiv bei troposphärischer Streuung, ionosphärischer Streuung und EME auf VHF und höheren Bändern sowie bei anderen Arten von schnell schwindenden Signalen“, heißt es weiter.

Das neue Protokoll verwendet 65-Ton-Frequenzumtastung und baut auf QRA64 auf, das 2016 eingeführt wurde. Nutzermeldungen und Sequenzierung sind identisch mit denen in FT4, FT8, FST4 und MSK144. Q65 verwendet einen „einzigartigen Ton“ zur Synchronisierung von Zeit und Frequenz. „Wie bei JT65 ist dieser ‚Synchronton‘ auf der Wasserfall-Spektraldarstellung gut sichtbar“, heißt es im Leitfaden zur Software. „Im Gegensatz zu JT65 sind Synchronisation und Decodierung auch dann wirksam, wenn Meteor-Pings oder andere kurze Signalanreicherungen vorhanden sind. Sende-/Empfangssequenzlängen von 15, 30, 60, 120 und 300 Sekunden sind verfügbar. Laut dem Leitfaden „ermöglicht Q65 es Stationen mit einer bescheidenen Yagi und 100 W oder mehr, sich gegenseitig auf 6 m in Entfernungen bis zu etwa 1600 km zu arbeiten, und das meist dann, wenn das Band als geschlossen gilt." Die genannte Schnellstartanleitung finden Sie unter dem Link https://physics.princeton.edu/pulsar/k1jt/Q65_Quick_Start.pdf (auf Englisch). Darüber berichtet der US-amerikanische Amateurfunkverband ARRL. (Hinweis: Auf der WSJT-X-Webseite https://physics.princeton.edu/pulsar/k1jt/wsjtx.html ist mit Stand 5. Januar noch die Version WSJT-X 2.3.0-rc2 abrufbar).

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Ein neuer „Stern“ ist am 27.12.2020 um 14.23 Uhr auf QO-100 aufgegangen

Felix, DL5XL, und Theresa, DC1TH, auf dem Oberdeck der Polarstern

Auf dem Eisbrecher FS „Polarstern“ wurde an diesem Tag eine portable QO-100-Station mit einem Erst-QSO zwischen DPØPOL/MM und DK3ZL in Betrieb genommen. Ein ganz besonderes Experiment, entsprungen aus einer Idee von Felix, DL5XL, und Charly, DK3ZL. Die AMSAT-DL e.V. hat dieses Projekt spontan mit der Bereitstellung einer kompletten 6-W-Transverter-Station mit 75 cm Schüssel auf einem Dreibein unterstützt.

Lagekarte Neumayer-Station III (DPØGVN) auf dem Schelfeis (Bild: Alfred-Wegener-Institut Graphic Artist unknown, CC-BY 4.0, https://www.awi.de/ueber-uns/service/mediathek.html)

Charly, DK3ZL, hat diese Anlage tagelang bei sich zu Hause über QO-100 ausgiebig getestet, bevor er sie am 5. Dezember 2020 persönlich zu Felix nach Bremerhaven gebracht hat, wo sie am nächsten Tag auf die Polarstern verladen wurde. Die Polarstern legte am 20. Dezember von Bremerhaven aus ab in Richtung Südpol. In Absprache mit dem verantwortlichen Bordingenieur der Polarstern, Jörg, DJØHO, der sich für das Rufzeichen DPØPOL auf der Polarstern verantwortlich zeichnet, konnte die Station in Abhängigkeit der Wettersituation vor einem Container auf dem Oberdeck aufgebaut werden. Theresa, DC1TH, und Felix, DL5XL, können so in ihrer Freizeit während der mehrwöchigen Reise in die Antarktis Funkverbindungen tätigen.

Nach der Premiere kam es an den darauffolgenden Tagen immer wieder zu einem beeindruckenden Pile-Up auf dem Transponder. Der Funkbetrieb über einen geostationären Satelliten von einem fahrenden Schiff aus ist ein relativ neuer Aspekt für die Amateurfunkgemeinde und führt zu nie da gewesenen Erfahrungen. Während einer längeren Aktivitätsphase der beiden IT-Ingenieure Felix und Theresa, die sich beide auf dem Weg zur Neumayer-Station III in der Antarktis befinden, passierte das Schiff bis zu drei verschiedene Großfelder. Das bedeutete, dass die riesigen Pile-Ups dann wieder von vorne losgingen. So etwas hat es noch nie bei DXpeditionen gegeben. Das Logbuch zeigte am 2. Januar 2021 bereits 836 QSOs, 40 DXCC-Länder und elf aktivierte Großfelder: HJ89, HJ90, HJ93, HJ94, HJ95, HJ98, HJ99, HK82, HK97, HK98, IL27. Ergänzend sei noch gesagt, dass Felix an Bord der Polarstern noch neue Hardware für die vom DARC e.V. unterstützte WSPR-Station und sowie für die von der AMSAT-DL e.V. gespendete und seit Januar 2020 betriebene QO-100-Station auf der Neumayer-Station III mitführt, sodass wir uns ab Anfang Februar auch auf bewegte Bilder, sprich Videos, auf dem WB-Transponder in DATV von DPØGVN aus freuen können.

Die Ankunft der Polarstern am Schelfeisrand bei DPØGVN wird für den 18. Januar 2021 erwartet. Weitere Informationen rund um die kommenden Funk-Aktivitäten auf der Polarstern, als auch auf der Neumayer-Station III, finden sie aktuell auf https://amsat-dl.org. Darüber berichtet Charly Eichhorn, DK3ZL.

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Erhöhte Strahlungsleistung für Linkstrecken automatisch arbeitender Stationen

Hamnet-Linkstrecken

Für den Betrieb von Linkstrecken automatisch arbeitender Stationen haben sich das DARC-Referat VHF/UHF/SHF und das DARC-Referat Frequenzmanagement mit der Bundesnetzagentur und dem Primärnutzer der GHz-Bänder auf eine maximal zulässige Strahlungsleistung von 30 dBW ERP geeinigt. Auf der Webseite des VUS-Referats kann der „Antrag auf eine Rufzeichenzuteilung zum Betrieb einer Amateurfunkstelle gemäß § 13 Abs. 1 AFuV“ der Bundesnetzagentur heruntergeladen werden [3].

Entgegen des Hinweises zur „Strahlungsleistung ERP in dBW“ auf der letzten Seite (Hinweise zum Ausfüllen des Formblatts - Kennzeichnende Merkmale einer Amateurfunkstelle gemäß § 13 Abs. 1 AFuV) ist für Linkstrecken eine Strahlungsleistung bis zu 30 dBW genehmigungsfähig. Hinweise:
- Eine Linkstrecke wird durch die Angabe der Empfangsstelle des Linkpartners gekennzeichnet und bedarf deshalb der Anträge beider Seiten
- Die Bundesnetzagentur bittet darum, die Anträge zu einer Linkstrecke möglichst zeitgleich (idealerweise in der gleichen Woche) zu stellen
- Wir bitten darum, den Verwaltungsaufwand durch folgende Maßnahmen gering zu halten: 1. Erhöhung der Leistung bei Bestandslinkstrecken idealerweise erst zur nächsten geplanten Verlängerung, Änderung oder Erweiterung einer Genehmigung, 2. Genügend Reserve bei der Strahlungsleistung einplanen, sodass eine Genehmigung bei einer Aufrüstung der Linkstrecke nicht gleich wieder geändert werden muss.

Planung der Reserve am Beispiel einer Hamnet-Linkstrecke: Für die Strahlungsleistung sind die Ausgangsleistung der Linkeinheit und der Gewinn der genutzten Antenne ausschlaggebend.

Ausgangsleistung der Linkeinheit: Wir nehmen für typische Linkeinheiten 30 dBm bzw. 0 dBW Ausgangsleistung als Maximum an (in der Praxis wird das Maximum zwar nur selten erreicht, da bei dem von uns gewünschten höherwertigen Modulationsverfahren die Endstufe nicht mehr im linearen Bereich arbeiten würde und die Ausgangsleistung von der Linkeinheit automatisch um bis zu 4 dB reduziert wird, aber mit dem Maximalwert bleibt man auf der sicheren Seite).

Gewinn der genutzten Antenne: Unter dem Strich bleibt als begrenzender Faktor einer Linkstrecke der für die Antenne zur Verfügung stehende Platz. Für den Durchmesser eines Parabolspiegels auf 5750 MHz kann man bei 15 cm etwa 17 dBi, bei 30 cm etwa 23 dBi und bei 60 cm etwa 29 dBi Antennengewinn annehmen [1]. Es sollte nun jeder selbst abschätzen, welche maximale Antennengröße für die Linkstrecke langfristig zum Einsatz kommen wird.

Der gesuchte Wert für die Strahlungsleistung zum Eintragen in das Formular ist schnell ermittelt: 0 dBW Ausgangsleistung der Linkeinheit + Antennengewinn in dBd [2].

„Good link“ wünscht Jann Traschewski, DG8NGN (DARC Referent VHF/UHF/SHF)

[1] https://www.rfwireless-world.com/calculators/parabolic-dish-antenna-calculator.html
[2] Antennengewinn in dBd = Antennengewinn in dBi - 2,15 dB
[3] Antragsformular und Rechenbeispiele: https://www.darc.de/der-club/referate/vus/automatische-stationen/#c33304

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DF70/DK70/DP70 DARC-Aktivitäten auf der Zielgeraden

Die Aktivitäten der Distrikte unter DP70DARC und DF70DARC enden an diesem Wochenende. Danach werden die QSO-Zahlen der Distrikte veröffentlicht. DK70DARC ist weiterhin täglich QRV. Ab dem 21.12. werden alle drei Rufzeichen durch das DARC Team SES bzw. das Referat DX bis Jahresende aktiviert. Der Kalender dieser Aktivitäten findet sich an einem neuen Ort: Kalender Wir freuen uns darauf, den Diplomjägern, die noch Punkte brauchen, zu diesen zu verhelfen. 73 Ric, DL2VFR

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Island: 1850-kHz-Zuweisung erneuert

Der isländische Amateurfunkverband IRA erhielt am 4. Dezember eine positive Antwort von der Post- und Telekommunikationsverwaltung (PTA) auf ihren Antrag auf Erneuerung der Genehmigung zur Nutzung von 1850 - 1900 kHz in internationalen Wettbewerben (Conteste) im Jahr 2021.

Die Genehmigung wird mit voller Zustimmung des Maritime Watch Center erteilt, das für die Nutzung von Frequenzen in diesem Frequenzbereich Vorrang hat. Diese Nutzung unterliegt den gleichen Anforderungen, die für den Frequenzbereich 1810 - 1850 kHz in einer Verordnung festgelegt sind, aber die Post- und Telekommunikationsverwaltung hat die folgenden erhöhten Bedingungen gestellt:

  • Die Genehmigung wird nur während der angegebenen internationalen Wettbewerbe erteilt;
  • G-Lizenznehmer sind berechtigt, die volle Leistung zu nutzen, bis zu 1 kW; N-Lizenznehmer genießen die gleichen Frequenzrechte, aber die Leistungsbegrenzung basiert auf einem Maximum von 10 W.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte http://www.ira.is/25713-2/. Darüber informiert Tom Kamp, DJ5FL 

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Weihnachts-Deutschland-Rundspruch 2020

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Weihnachts-Deutschland-Rundspruch 2020

(Aktuelle Audiofassung unter www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Weihnachts-Deutschland-Rundspruch der DARC-Geschäftsstelle kurz vor dem Heiligabend im Jahr 2020. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Grußwort des DARC-Vorsitzenden zum Jahresende
- Vorläufige Bilanz der Aktionen zu70 Jahre DARC und 30 Jahre RSV
- SAQ-Aussendung an Heiligabend fällt aus
- DARC-Weihnachtscontest am 26. Dezember
- Aktuelle Conteste zu Weihnachten und zwischen den Jahren in der Übersicht
- Was gibt es Neues über das Funkwetter zur Weihnachtszeit?
sowie
- Rundspruchpause und Erreichbarkeit während der Feiertage

Hier die Meldungen:

Es folgt das Grußwort des DARC-Vorsitzenden Christian Entsfellner, DL3MBG


Liebe Mitglieder des DARC, liebe Funkfreunde,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun schon seit fast einem Jahr und hat unseren Alltag in vielen Bereichen stark verändert und reglementiert. Hinzu kommen die Sorgen um die Gesundheit unserer Familie und unserer Freunde und nicht zuletzt auch um uns selbst. Fest steht: Die Umstrukturierungen in der Arbeitswelt, im Familienleben, in der Schule, in Kultur und in Freizeit hatten und haben weitreichende Konsequenzen für uns alle. So auch für unser Vereinsleben im DARC. Der 5. FUNK.TAG im April 2021 wurde bereits abgesagt. Referatstagungen, Vorstandssitzungen und Mitgliedertreffs finden in absehbarer Zukunft nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Viele stellen sich die Frage, wie es weitergehen wird: Wie sieht unsere Zukunft aus? Welche Auswirkungen hat diese Krise auf unsere Gemeinschaft im Ortsverband und im Gesamtverein? Was dürfen wir bei Versammlungen und Veranstaltungen tun und was nicht? Machen wir das, was wir tun, richtig?

Die Pandemie hat uns aber auch gezeigt, dass wir als DARC gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Die Not hat uns erfinderisch gemacht, uns neue Sichtweisen eröffnet und den Weg für Innovationen geebnet. Viele Ortsverbände und Distrikte haben ihr Vereinsleben auf die Frequenzen verlagert, bleiben auch weiterhin in Kontakt und leben so ihren Club. Durch die gelungene Einführung des "TREFF.DARC" auf dem Big-Blue-Button-Konferenzserver konnten schon viele Veranstaltungen online stattfinden. Auch die HAM RADIO hat als virtuelle Ausgabe begeistert. Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigt, dass an fast jedem Abend mehrere Schulungen, Amateurfunk-Kurse oder OV-Abende parallel auf dieser neuen Plattform laufen. Deshalb musste der Server schon zweimal auf eine leistungsfähigere Hardware wechseln.

So schön die Akzeptanz und die große Auslastung dieses neuen Treffpunkts auch sind, so sehr bringen Benutzersupport und die Erstellung einer für den DARC geeigneten Benutzerverwaltung unsere ehrenamtlichen Helfer an ihre Grenzen. Helfer, die IT-Aufgaben übernehmen können, werden daher dringend gesucht. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die durch ihr Engagement unseren DARC auch in diesen schwierigen Zeiten unterstützen und aufrechterhalten.

Wir im Vorstand planen schon jetzt weitere Online-Schulungen im Bereich der Technik, des Ehrenamts und der neuen Betriebsarten sowie anderer interessanter Anwendertools, die sich für den Amateurfunk eignen. Dabei liegt unser Augenmerk auf einer möglichst großen Akzeptanz bei unseren Mitgliedern.
Wir wollen für jeden etwas anbieten, dabei Impulse erzeugen und letztendlich ein Zeichen setzen, dass zu Hause und auch in den Ortsverbänden virtuell und online das Vereinsleben durch die Mitglieder am Leben erhalten werden kann.

Wichtige Themen und Fragen in 2021 werden sein:

* Wie kann der Amateurfunk besser in der Öffentlichkeit dargestellt werden?

* Bekommen wir die seit vielen Jahren geplante neue, liberale Durchführungsverordnung für den Amateurfunk?

* Die Fortführung der Verteidigung des Frequenzspektrums gegen EMV-Störungen von Geräten und Anlagen.

* Wie geht es weiter mit dem kontaktlosen Laden vor allem in der Automobilbranche, also dem "Wireless Power Transfer" und dem damit zu erwartenden extremen Störpotenzial auf der ganzen Kurzwelle?

* Die Vorbereitung der Einführung einer neuen Online-Mitgliederverwaltung und Kassenführung im DARC; angepasst an die Bedürfnisse der Ortsverbände und Distrikte.

Wie dieser Ausblick zeigt, wird uns auch 2021 vor große Herausforderungen stellen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir im nächsten Jahr unsere Ziele in einer starken Gemeinschaft verfolgen. Die bisherigen Erfolge stimmen dabei durchaus positiv. Ein weiterer Lichtblick ist ein persönliches Treffen auf der HAM RADIO vom 25. bis 27. Juni 2021.

Ich wünsche Euch und Euren Familien und Freunden eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit, um dann mit viel Freude und Schwung das "Neue Jahr" zu beginnen. Wir haben zum Jahreswechsel sicher genügend Zeit, auch wieder mehr zu funken. Vielleicht hören wir uns ja auf den Bändern ...?

vy 73 Christian Entsfellner, DL3MBG
Vorsitzender des DARC e. V.

Hier die Meldungen des Weihnachtsrundspruchs:

Vorläufige Bilanz der Aktionen zu 70 Jahre DARC und 30 Jahre RSV

Die beiden vorwiegend durch die Distrikte betriebenen Rufzeichen DF70DARC (zurzeit mehr als 68.000 QSOs) und DP70DARC (zurzeit mehr als 65.000) QSOs bringen es bisher zusammen auf über 134.000 QSOs. Das sind deutlich weniger als bei der Aktion "65 Jahre DARC" in 2015. Andererseits sind die Teilnehmerzahlen bei Contesten in diesem Jahr überall coronabedingt in die Höhe geschnellt [1]. Die Zahl der ausgestellten Jubiläumsdiplome wird über 500 liegen (aktuell 478) und damit leicht über den Ergebnissen von 2015. Das zeigt, dass hier doch ein großes Interesse vorhanden war bzw. ist. Die Diplombedingungen waren nicht so schwierig wie 2015 (auch wegen der Ausbreitungsbedingungen), aber einfach war es trotzdem nicht. DM30RSV startete erst im März und machte bis zum WAG im Oktober 36.503 QSOs. Hier wurden bislang 212 Diplome ausgegeben.
Im September ist DK70DARC mit dem neu gebildeten DARC-Team SES an den Start gegangen. Diese kleine tatkräftige Truppe hat seitdem schon knapp 17.000 QSOs gefahren und das eigens dafür kreierte Sonderdiplom wurde bis heute 210 Mal ausgegeben. Darüber informiert Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR.

SAQ-Aussendung an Heiligabend fällt aus

Die traditionelle Weihnachts-Grußbotschaft des Längstwellensenders aus dem schwedischen Grimeton wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. "Wir finden es traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen, sehen sie jedoch als notwendige Maßnahme zum Schutz aller Beteiligten an", gaben die SAQ-Beteiligten in einer Pressemitteilung bekannt und fügten hinzu: "Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass Sie die Situation verstehen und uns weiterhin unterstützen. Wir hoffen, dass unsere alte Dame bald wieder in der Luft zu hören ist!"

 

DARC-Weihnachtscontest am 26. Dezember

Der DARC lädt alle Funkamateure auch in diesem Jahr zur Teilnahme am Weihnachtswettbewerb   (XMAS-Contest) ein. Der Wettbewerb zählt für die Clubmeisterschaft und den DARC-Kurzwellenpokal. Es gelten die "Allgemeinen DARC DX & HF-Contestregeln". In SSB und CW sollen von 08:30 bis 10:59 UTC Stationen auf 80 und 40 m gearbeitet werden. Jede Station darf einmal auf 3,5 MHz und einmal auf 7 MHz gearbeitet werden. Nach jedem QSO hat die CQ-rufende Station QSY zu machen und der anrufenden Station die Frequenz zu überlassen. Es sind maximal 20 Wechsel der Betriebsart oder des Bandes während der gesamten Contestzeit zugelassen.
Deutsche Teilnehmer senden RS(T) und ihren DOK. Nichtmitglieder des DARC senden statt eines DOK den Kenner "NM" (no member). Dieser zählt nicht als Multiplikator. Stationen aus dem Ausland: RS(T) + lfd. Nr. Alle Ausschreibungsbedingungen sind in der Dezemberausgabe der CQ DL auf Seite 67 und im Internet veröffentlicht [2].

 

Aktuelle Conteste zu Weihnachten und zwischen den Jahren in der Übersicht

19. Dezember: OK DX RTTY Contest und RAC Canada Winter Contest
19. bis 20. Dezember: Croatian CW Contest
26. Dezember: DARC Weihnachtswettbewerb
26. bis 27. Dezember: Stew Perry Topband Challenge
27. Dezember: RAEM International HF Contest CW
30. Dezember: DSW-Kurzcontest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 12/19 auf S. 58.

 

Der Funkwetterbericht vom 16. Dezember von Hartmut Büttig, DL1VDL

Der Jahresrückblick auf 2020:
Der Übergang ins Jahr 2020 war begleitet von einer über mehrere Tage stabilen Inversionswetterlage. Diese belebte die Aktivität auf allen Mikrowellenbändern. Es gab weite Tropo- und Sporadic-E-Verbindungen. Ein neuer Weltrekord auf 435 MHz über 4563 km krönte die Tropo-Saison mitten im Winter.
Die Ionosphäre kam nach dem Sonnenfleckenminimum am 17. November 2019 noch lange nicht in Schwung. Bis auf das erste energetische Ereignis im neuen Zyklus, dem M3-Röntgenflare am 29. November, der den solaren Flux auf 116,3 Einheiten anhob und das 10-m-Band weltweit öffnete, mussten wir ein Jahr warten. Wir vermuteten den Start des Zyklus 25 bereits eher, als am 29. Mai ein M-Flare beobachtet wurde. Bis kurz nach der IARU HF Championship waren alle oberen Bänder nutzbar. Ein weiterer Anstieg der Sonnenaktivität blieb danach aus, der solare Flux blieb unverändert niedrig. Im Vergleich waren die DX-Bedingungen bis Oktober 2020 ähnlich wie 2019. Bis zum Herbstanfang betrug der solare Flux nahezu konstant 70 Fluxeinheiten. Positive Störungsphasen vor geomagnetischen Störungen oder vom Sonnenwind mitgerissene Plasmateilchen veränderten manchmal die Ionosphäre so, dass wir kurzzeitig gute Ausbreitungsbedingungen vorfanden. Saisonal bedingte Verbesserungen der Ausbreitungsbedingungen blieben im Frühjahr aus, während zum Herbstanfang, als die Sonne etwas aktiver wurde, täglich gute DX-Möglichkeiten in den Südpazifik bestanden. Die Dämpfung in der Aurorazone bestimmte, ob man über die Polargebiete funken konnte. In den Jahren der ruhigen Sonne, wenn sich der solare Flux kaum ändert, ist das geomagnetische Feld der wichtigste Stellknopf für das Funkwetter.
Dass uns die Ionosphäre nicht verloren gegangen war, zeigten weltweite FT8-Verbindungen auf allen Kurzwellenbändern oder Ausbreitungstests im WSPRnet. Trotzdem konnte man im gesamten Jahr, bis auf wenige Ausnahmen, wöchentlich alle Kontinente auch in CW und SSB erreichen. Sogar in den kurzen Nächten im Sommer war manchmal das 160-m-Band nach Nordamerika offen. Dass die Ionosphäre oft günstigere Ausbreitungsbedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern bereithielt als wir dachten, bemerkten wir oftmals nur in Contesten oder wenn wir selber CQ riefen. Aktivität auf den Bändern war auch 2020 der Schlüssel zur Freude an unserem Hobby.

Positiver Ausblick auf 2021:
Wir sehen in den Grafiken bei der Internetseite Solarham [3], dass ständig neue Sonnenflecken auftauchen und fleckenfreie Tage immer seltener vorkommen. Die Monatsmittelwerte der Sonnenfleckenzahl und des solaren Fluxes steigen. Im kommenden Jahr werden saisonale Verbesserungen der Ausbreitungsbedingungen, wie zum Frühjahrsbeginn, wieder deutlicher hervortreten. Wir erwarten öfter als bisher Erhöhungen des solaren Fluxes auf etwa 100 Fluxeinheiten.
Das Sonnenfleckenminimum haben wir hinter uns gelassen und in den Jahren der ruhigen Sonne interessante Funkverbindungen und, verglichen mit Jahren der aktiveren Sonne, respektable Ergebnisse und neue Rekorde in Wettbewerben erreicht. Nehmen wir diesen Optimismus mit ins neue Jahr und sind auch dankbar dafür, während der Coronavirus-Pandemie ein uns ausfüllendes, interessantes und kommunikatives Hobby betreiben zu können.

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2021!

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:56; Melbourne/Ostaustralien 18:52; Perth/Westaustralien 21:05; Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 21:43; Honolulu/Hawaii 17:01; Anchorage/Alaska 19:06; Johannesburg/Südafrika 03:10; San Francisco/Kalifornien 15:19; Stanley/Falklandinseln 07:32; Berlin/Deutschland 07:11.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:29; San Francisco/Kalifornien 00:52; Sao Paulo/Brasilien 21:49; Stanley/Falklandinseln 00:13; Honolulu/Hawaii 03:52; Anchorage/Alaska 00:37; Johannesburg/Südafrika 16:56; Auckland/Neuseeland 07:36; Berlin/Deutschland 14:52.

Rundspruchpause und Erreichbarkeit während der Feiertage

Vom 24. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 sind die DARC-Geschäftsstelle sowie die DARC Verlag GmbH in Baunatal nicht besetzt. Sie erreichen die Mitarbeiter zu den gewohnten Zeiten wieder ab dem 4. Januar 2021. Der DARC-Vorstand, die Geschäftsstelle, die DARC Verlag GmbH und die Redaktion bedanken sich bei allen Zuhörern und Lesern und wünschen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr. Der erste Deutschland-Rundspruch 2021 wird am 7. Januar gesendet.

Dies waren die Meldungen des Weihnachts-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Thorsten Schmidt, DO1DAA. Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Fest, bedanken uns vielmals fürs Zuhören und sagen AWDH im nächsten Jahr!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.darc.de/der-club/referate/dx/qso-statistik
[2] www.darc.de/referate/dx/contest/xmas/regeln
[3] www.solarham.net
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste

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OV-Info Nr. 12 wurde verschickt

Logo OV-Info

Die OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde an die Vorsitzenden und die Kassierer der über 1000 DARC-Ortsverbände versandt. Die Ausgabe 12/20 startet mit dem Grußwort des Vorsitzenden zum Jahresende. Es folgen aktuelle Hinweise der Buchhaltung zur Jahresrechnung für 2021 sowie zum Jahresabschluss und zu den Bar-Kassen der Ortsverbände. Die aktuelle Ausgabe informiert des Weiteren über die Erreichbarkeit der Geschäftsstelle während der Feiertage und die Auswirkungen des Geschäftsjahreswechsels auf die Mitgliederverwaltung.

Weitere Themen sind der OV-Kalender 2021 sowie die redaktionellen Termine der CQ DL für das nächste Jahr. Auf Wunsch unserer Mitglieder erscheint die OV-Info ab sofort auch als druckfreundliche Version. Interessierte Mitglieder können die OV-Info im geschützten Bereich im Internet unter: www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Neben der aktuellen Ausgabe finden Sie dort auch das Archiv der OV-Info mit interessanten Meldungen aus der Geschäftsstelle. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren. 

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Täglich das aktuelle Funkwetter jetzt auch bei Telegram

Für Kurzwellenamateure hat mit der nun wieder aktiver gewordenen Sonne eine spannende Zeit begonnen. Der neue Sonnenzyklus 25 hat nicht nur zwischenzeitlich den solaren Fluxindex auf über 100 Einheiten gebracht, sondern Flareausbrüche und neue Sonnenflecken tauchen inzwischen in so kurzen Abständen auf, wie es seit Jahren nicht mehr zu beobachten war. Das HF-Referat des DARC begleitet diese Entwicklung mit den wöchentlichen Funkwetterberichten im Deutschland-Rundspruch und bei Radio DARC.

Es gibt zudem auch tägliche Funkwetter-Kurzberichte des HF-Referates bei Facebook und Twitter - 365 Tage im Jahr, mit den aktuellen Angaben zum solaren Flux, der Sonnenfleckenrelativzahl, einer Vorhersage der Geomagnetik für die kommenden 24 Stunden und vieles mehr. Neu dazu gekommen ist das Angebot bei Telegram unter t.me/funkwetter. Innerhalb kürzester Zeit konnten bereits fast 400 Abonnenten gewonnen werden. Neue Flare-Ausbrüche, die Vorhersage geomagnetischer Stürme? Hier sind sie immer gut informiert und können ihre Kurzwellen-Aktivitäten planen. Ein Angebot auch für Kurzwellenhörer: t.me/funkwetter. Darüber berichtet Tom Kamp, DF5JL, HF-Referent des DARC.

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