Nachgefragt beim DLF: UKW-Rundfunk bleibt

News

Eine Anfrage beim Deutschlandfunk (DLF) über die Zukunft des UKW-Rundfunks wurde ausführlich beantwortet. Die gute Nachricht vorab: Eine Abschaltung der UKW-Verbreitung ist nicht geplant. Vielfach liest man, dass der UKW-Rundfunk bald zugunsten des Digitalfunks (DAB+) abgeschaltet werden solle. Die Hörer machen den Wechsel zu DAB+ jedoch nicht mit – und das trotz massiver Werbung.

Nun könnte man meinen, dass DAB+ dann überflüssig ist. So einfach ist es jedoch nicht. Das Problem liegt in der Knappheit der zur Verfügung stehenden UKW-Frequenzen. Der DLF kann nicht alle Gebiete in DL mit UKW abdecken. Deshalb wird in DAB+ investiert. DAB+ ist ein Gleichwellennetz. Ein weiterer Sender braucht keine eigene Frequenz. Der DLF schaltet jedoch nach und nach kleinere UKW-Füllsender ab, sobald dort DAB+ verfügbar ist. Die großen Grundnetzsender und auch kleinere Sender mit einer gewissen Relevanz bleiben bestehen. Das Argument, dass DAB+ gegenüber UKW Strom spare, sei übrigens nicht wahr. Zitat: „DAB+ ist eine denkbar schlechte Maßnahme, um etwas für das Klima zu tun ...“ Die schlechte Nachricht soll nicht verschwiegen werden: Es ist nicht daran gedacht, Mittel- oder Langwellensender neu zu bauen, obwohl ein einziger leistungsstarker Sender – zumindest nachts – ganz Deutschland versorgen könnte. Darüber berichtet Matthias Wendt, DL9MWE.

Hersteller präsentieren neue Amateurfunkgeräte

Tokyo Ham Fair

Im zeitlichen Zusammenhang mit der Amateurfunkmesse Tokyo Ham Fair, die jüngst vom 20. bis 21. August in Tokyo stattfand, haben die einschlägigen Hersteller neue Amateurfunktechnik vorgestellt. In Ermangelung eines Berichterstatters vor Ort haben wir im Nachgang einige Informationen aus dem Internet zusammengestellt:

Den zuvor als „SHF-Projekt“ betitelten Prototyp-Transceiver hat Icom nun den Namen IC-905 gegeben. Der Multimode-Transceiver legt einen Schwerpunkt auf die Mikrowellenbänder bei 1240 MHz, 2400 MHz und 5600 MHz, obgleich 144 MHz und 430 MHz mit an Bord sind. Optional gibt es das Modul CX-10G, welches das Gerät für 10 GHz erweitern soll. Das Gerätekonzept ist bewusst zweigeteilt, d.h. man hat im Shack ein Bedienpanel (auffällig ähnlich dem IC-705) und am Mast/Antenne eine HF-Einheit, um Verluste durch lange Koax-Kabel zu sparen. Beide Einheiten trennt ein Ethernetkabel (Netzwerkkabel) mit PoE (Power-over-Ethernet). Der Hersteller gibt weitere technische Details in einem Produktvideo unter https://www.youtube.com/watch?v=kzGQWmTKNzc.

AOR stellt den neuen „Super Fast Air-band Scanner“ AR-7400 vor. Er soll simultan vier Kanäle empfangen können. Es gibt separate NF-Ausgänge für jeden Empfangskanal. Die Empfangsbereiche sind mit 108-137 MHz AM, 225-400 MHz AM und 76-108 MHz WFM angegeben. Einen ersten Einblick gibt die Seite QRZnow unter https://qrznow.com/aor-ar-7400/.

Alinco stellt mit dem DJ-X100 einen Weitbandempfänger vor, der die Modes WFM/FM/AM sowie C4FM/D-Star/DCR/NXDN und DMR unterstützten soll. Der Empfangsbereich umfasst 30 bis 470 MHz (mit einigen Ausnahmen). Auf den Markt kommen soll das Gerät im Frühling 2023. Auch hier gibt die Seite QRZnow einen ersten Einblick: https://qrznow.com/alinco-dj-x100/.

Darüber hinaus veröffentlicht QRZnow weitere Details zum neuen Yaesu FT-710. Hier handelt es sich um einen KW/50 MHz/70 MHz SDR-Transceiver mit 100 W HF. Das Gehäusedesign ist kompakt gehalten und das Gerät soll sich technisch in die Linie mit dem FTDX101 und FTDX10 einreihen. Wer den japanischen Schriftzeichen mächtig ist, kann das Prospekt unter https://qrznow.com/yaesu-ft-710-aess-hf-50mhz-update/ näher ansehen.

(Foto: Messegelände Big Sight, Tokyo; Bild: DH5FFL/2017)

OV-Info Nr. 4 wurde verschickt

OV-Info-Logo

Die OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde an die Vorsitzenden und die Kassierer der knapp 1000 DARC-Ortsverbände versandt. Die Ausgabe 4/22 informiert über die ermäßigte Beitragsklasse und die Reisekostenabrechnung. Enthalten ist auch ein Beitrag zum ILLW, das in diesem Jahr sein 25. Jubiläum feiert. Des Weiteren liefert die aktuelle OV-Info Hinweise auf die anstehenden DARC-Seminare in Baunatal, die Schulungen für Netxp-Verein und zwei Distriktsveranstaltungen im September.

Auf Wunsch unserer Mitglieder erscheint die OV-Info ab sofort auch als druckfreundliche Version. Interessierte Mitglieder können die OV-Info im geschützten Bereich im Internet unter: www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Neben der aktuellen Ausgabe finden Sie dort auch das Archiv der OV-Info mit interessanten Meldungen aus der Geschäftsstelle. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren.

Charly Eichhorn, DK3ZL – QSOs mit Neumayer III via QO-100

DARC auf YouTube

In unserer Videoreihe „Interview unter dem Turm“ stellen wir Ihnen Funkamateure und ihre Leidenschaft für ihr Projekt vor. In der Folge 36 sprechen wir mit Charly Eichhorn, DK3ZL. Charly engagiert sich im Vorstand der AMSAT-DL und ist zugleich eingebunden in die Koordination von Schulkontakten über den geostationären Satelliten QO-100 mit der Clubstation DPØGVN auf der Neumayer-Station III in der Antarktis. Darüber hinaus erzählt er den Zuschauern, was das besondere für ihn am Amateurfunk ist.

Den kurzweiligen Videobeitrag finden Sie auf dem DARC-YouTube-Kanal „darchamradio“ unter dem Link https://youtu.be/8AP2_JFkX1Q. Weitere Videos aus dem DARC e.V. finden Sie auf unserem Kanal unter https://www.youtube.com/user/DARCHAMRADIO – wir freuen uns jederzeit über neue Abonnenten. Vergessen Sie also bitte nicht, unseren Kanal zu abonnieren und auch das kleine Glockensymbol mit anzuklicken, damit Sie eine Benachrichtigung erhalten, sobald wir wieder einmal ein neues Video auf unseren Kanal hochgeladen haben.

Deutschland-Rundspruch 33/2022, 33. KW

Bild Deutschland-Rundspruch

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Deutschland-Rundspruch 33/2022, 33. KW

Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab Donnerstag, den 18. August 2022, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter www.nord-ostsee-rundspruch.de/category/deutschland-rundspruch auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei finden Sie im eingeloggten Zustand unter www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 33 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 33. Kalenderwoche 2022. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Amateurfunk-Kontakte mit Kids begeistern ESA-Astronaut Matthias Maurer
- Gleichzeitiger Betrieb von APRS und Voice Repeater auf der ISS
- Amateurfunk für Papua-Neuguinea
- Aktuelles von der Bandwacht
- 54. DNAT in Bad Bentheim
- 67. UKW-Tagung Weinheim
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Amateurfunk-Kontakte mit Kids begeistern ESA-Astronaut Matthias Maurer
Seit rund 100 Tagen ist der saarländische ESA-Astronaut, KI5KFH, nach seinem sechsmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Anlässlich einer Welcome-Back-Party am Bostalsee in der Nähe seines Heimatortes äußerte sich Maurer im Interview mit Radio-DARC-Mitarbeiter Dieter Lorig, DK4XW, begeistert über Amateurfunk-Gespräche. Diese konnte er an Bord der ISS mit vielen Schülerinnen und Schülern auf der Erde führen. "Während des Überflugs spürte ich in 400 Kilometer Höhe auch die Begeisterung der Kids durch den Lautsprecher", berichtet Maurer sichtlich angetan. Das Projekt ARISS - Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation ISS - ermöglicht Schülerinnen und Schülern in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) Funkkontakte mittels Amateurfunk zu den Astronauten auf der Raumstation. Weitere Details folgen in der CQ DL und in einer Sendung von Radio DARC.

Gleichzeitiger Betrieb von APRS und Voice Repeater auf der ISS
Seit dem 11. August ist der gleichzeitige Betrieb des Sprachrepeaters und APRS auf der Internationalen Raumstation möglich. Darüber freut man sich seitens ARISS, dem Programm "Amateur Radio on International Space Station". Der aktuelle ARISS-Betrieb umfasst Sprachrepeater-Übertragungen mit dem JVC Kenwood D-710GA im Columbus-Modul und APRS-Packetbetrieb von einem identischen Funkgerät im Servicemodul (Zvezda). Der Packet-Betrieb erfolgt auf 145,825 MHz. Die Teams von ARISS Russland und den USA haben mehrere Wochen lang daran gearbeitet, das Funkgerät im Servicemodul für den APRS-Betrieb vorzubereiten. Sergey Samburov, RV3DR, Mitglied des russischen ARISS-Teams, leitete die Bemühungen und arbeitete mit den russischen Missionskontrolleuren und den Kosmonauten an Bord der ISS zusammen, um das Funkgerät des Servicemoduls für den APRS-Betrieb zu konfigurieren. Am 11. August wurden die letzten Prüfungen abgeschlossen und der APRS-Packet-Modus für den Amateurfunkbetrieb eingeschaltet.
"Der gleichzeitige Betrieb von APRS und dem Sprachrepeater auf der ISS ist für ARISS von großer Bedeutung und stellt ein Schlüsselelement unserer ARISS 2.0-Initiative dar. Sie bietet Jugendlichen und Lernenden rund um die Uhr interaktive Möglichkeiten, sich zu engagieren und auszubilden. Insbesondere lebenslanges Lernen im Amateurfunkbereich ist möglich", informiert der Vorsitzende von ARISS International Frank Bauer, KA3HDO. Er fährt fort: "Unser herzlicher Dank gilt Sergey Samburov, RV3DR, dafür, dass er diese wichtige ARISS 2.0-Initiative in die Tat umgesetzt hat."
Das Funkgerät des Columbus-Moduls verwendet das Rufzeichen NA1SS und das neue Funkgerät des Service-Moduls das Rufzeichen RS0ISS. Abgesehen von den Rufzeichen sind die Funkgeräte identisch und der Packet-Betrieb ist der gleiche wie bisher. Man kann RS0ISS, ARISS oder APRSAT als Datenpfad verwenden. Es wird erwartet, dass beide Funkgeräte ständig in Betrieb sind, außer bei Schulkontakten, Außenbordeinsätzen und Dockingmanövern.
Den Betriebsstatus und die erwarteten Ausfallzeiten der ISS-Funkgeräte findet man auf der ARISS-Webseite [1].

Amateurfunk für Papua-Neuguinea
Die Förderung des Amateurfunks in vielen Ländern des pazifischen Raums ist das Ziel von Roly, ZL1BQD. "Es war schon lange mein Bestreben, ein oder zwei Einheimische in den Ländern, die ich besuche, auszubilden und ihnen eine Amateurfunk-Lizenz zu verschaffen. An vielen dieser Orte wären sie die erste und einzige indigene Person, die eine Amateurfunk-Lizenz besitzt", schreibt OM Roly. Besonders hat er dabei Papua-Neuguinea im Auge. Roly ist seit vielen Jahren im pazifischen Raum unterwegs, um FM-Rundfunksender zu reparieren und zu warten. Viele davon sind Missionsstationen. In seiner Freizeit macht er daraus nicht selten Ein-Mann-DXpeditionen und so hat er bis heute auf 35 DXpeditionen 28 verschiedene Länder aktiviert. Auf der GoGetFunding-Webseite gibt Roly, ZL1BQD, weitere Informationen dazu, wie er seine Projekte realisieren möchte [2]. Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate.

Aktuelles von der Bandwacht
Die Bandwacht beobachtet eine erneute Zunahme der Belegung unserer exklusiven Kurzwellenbänder durch fremde Funkdienste. Daher bitten wir alle Funkamateure, uns alle Signale zu melden, die verdächtig erscheinen - selbst, wenn man sich nicht ganz sicher ist. Denn jede Meldung zählt und hilft uns, ein Profil des Bandeindringlings anzufertigen. Die Meldung an sich ist sehr einfach und mit wenigen Angaben online über ein Formular erledigt [3]. Jeder Einreicher bekommt im Gegenzug eine individuelle und zeitnahe Rückmeldung zum Fall. Wir sammeln alle Meldungen, verdichten sie durch weitere Quellen und treffen dann im Team eine Entscheidung, wie wir weiter vorgehen. Bitte unterstützt uns weiterhin, die exklusiven Kurzwellenbänder zu schützen.
Der algerische Rundfunk strahlt in den frühen Abendstunden auf 21 450 kHz mit dem unteren Seitenband seines A3E-Signals in das 15-m-Band ein. Die Bandwacht hat die Bundesnetzagentur bereits involviert, um einen Frequenzwechsel zu erwirken. Télédiffusion d'Algerie fiel erst kürzlich mit seinen morgendlichen Sendungen auf 7200 kHz negativ auf. Auch dort strahlt der Sender mit dem unteren Seitenband in ein exklusives Amateurfunkband ein. Dies berichtet Daniel Möller, DL3RTL, Leiter der Bandwacht.

54. DNAT in Bad Bentheim
Die 54. Deutsch-Niederländischen Amateurfunkertage (DNAT) finden vom 25. bis 28. August in Bad Bentheim statt. Zu den Highlights gehört die Verleihung der Goldenen Antenne der Stadt Bad Bentheim. Während der feierlichen Zeremonie am 26. August um 15 Uhr in der Katharinenkirche der Burg Bentheim wird weiterhin der Yasme Excellence Award verliehen. Besonders weist die Tagungsleitung auf die "Morse und Straight Key Challenge" hin. Die Ausschreibung finden Sie in der Septemberausgabe der CQ DL, die noch rechtzeitig vor der Veranstaltung erscheint. Das detaillierte Programm können Sie auf der Veranstaltungswebseite abrufen [4]. Aufgrund der Parkplatzsituation wird die Anreise mit der Bahn empfohlen.

67. UKW-Tagung Weinheim
Die 67. UKW-Tagung Weinheim findet vom 9. bis 11. September wieder in Präsenz statt. Unter dem Titel "Pi and Radio" kooperiert man mit dem CMD e.V. und bietet den Besuchern ein erweitertes Programm mit Maker-Themen. Die Tagung mit Vorträgen, Ausstellung und Funkflohmarkt findet am Samstag, dem 10. September, auf dem Gelände der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Multring 76-78, 69469 Weinheim statt. Das Tagungsgelände ist für Besucher ab 6:30 Uhr zugänglich. Das Schulgebäude für die Ausstellung und der Vortragsbereich mit der Mensa öffnen ab 8:00 Uhr für Besucher. Die Eröffnung der Tagung und der Beginn der Vorträge folgen um 9:15 Uhr. Am Freitag, Samstag nach der Tagung und am Sonntag trifft man sich am Clubhaus DL0WH zum Camping und Hamfest. Weitere Informationen gibt es auf der Tagungswebseite [5].

Aktuelle Conteste
20. bis 21. August: SARTG RTTY Contest und RDA Contest
27. August: HSW-Contest und Rheinland-Pfalz Aktivitätsabend
27. bis 28. August: YO DX Contest und World Wide Digi DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 8/22 auf S. 68.

Der Funkwetterbericht vom 16. August, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Zunächst der Rückblick vom 9. bis 16. August:

Seit Anfang August trat die sporadische E-Schicht seltener auf. Auf den oberen Kurzwellenbändern sorgte sie manchmal noch für Short-Skip-Öffnungen. Der solare Flux stieg von 109 auf 131 Einheiten. Die Sonnenfleckenzahl erreichte am 13. August ihr Maximum von 116. Der WAEDC-CW am letzten Wochenende war zur Beurteilung des Zustandes der Ionosphäre besser geeignet als die Funkwetterdaten, zumal wir nach der Sommerflaute auf Anzeichen des nahen Herbstes mit besseren Ausbreitungsbedingungen warten. Detaillierte Bandberichte - Danke an DL6RAI, DL6MHW und DJ5MW - charakterisierten das Funkwettergeschehen als "UFB bis grottig". Am 13. August öffnete nachmittags kurz das 10-m-Band nach Nordamerika. Wie an den Vortagen waren die Bänder 15 und 20 m zu den Zeiten weltweit offen, in denen das geomagnetische Feld auch ruhig war und die MuF2 21 MHz erreichte [6]. Ziemlich gute Ausbreitungsbedingungen herrschten auch auf den unteren Bändern in den kurzen Nächten und während der Dämmerung. Da in der noch winterlichen südlichen Hemisphäre die D-Schicht nur schwach ausgebildet ist, hatten wir in den mehr als 30-minütigen Überlappungen der Dämmerungsphasen gute Chancen, Stationen aus VK und ZL auf 80 m zu arbeiten. Die Perseiden als ergiebiger Meteorstrom im August erfreuten die MS-Fans im gesamten Berichtszeitraum.

Vorhersage bis 23. August:
Die magnetisch komplexe Sonnenfleckenregion 3078 war bisher Quelle von drei M-Flares. Sie wird wahrscheinlich weiter aktiv bleiben, bis sie am nächsten Wochenende die uns zugewandte Sonnenscheibe verlässt. Die M-Flares waren von Radio-Blackouts auf der Tagseite begleitet. Insgesamt sind jetzt fünf Regionen aktiv, eine weitere ist am Ostrand der Sonne sichtbar. Wir erwarten Fluxwerte zwischen 125 und 100 Einheiten. Für ein eher stürmisches Erdmagnetfeld sorgen Plasmawolken, die bereits zur Erde unterwegs sind. Bis zum 19. August erwarten wir k-Werte bis 6. Die DX-Bedingungen auf den Bändern 20, 17 und 15 m bleiben gut, 12 und 10 m öffnen sporadisch. Auf den unteren Bändern erwarten wir an atmosphärisch ruhigen Tagen DX-Öffnungen in den pazifischen Raum während der Dämmerung.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:04; Melbourne/Ostaustralien 21:04; Perth/Westaustralien 22:52; Singapur/Republik Singapur 23:04; Anchorage/Alaska 14:07; Johannesburg/Südafrika 04:36; Tokio/Japan 19:59; Honolulu/Hawaii 16:09; San Francisco/Kalifornien 13:26; Port Stanley/Falklandinseln 11:08; Berlin/Deutschland 03:49.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:52; San Francisco/Kalifornien 03:01; Sao Paulo/Brasilien 20:50; Port Stanley/Falklandinseln 20:55; Honolulu/Hawaii 05:00; Anchorage/Alaska 05:52; Johannesburg/Südafrika 15:48; Melbourne/Ostaustralien 07:44; Auckland/Neuseeland 05:47; Berlin/Deutschland 18:30.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie dazu Ihr Passwort stets griffbereit auf!

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.ariss.org/current-status-of-iss-stations
[2] gogetfunding.com/ham-radio-for-papua-new-guinea/
[3] meldung.bandwacht.de
[4] dnat.de
[5] ukw-tagung.org
[6] solen.info/solar/indices.html
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-contest

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Quelle: https://www.darc.de/home/

54. DNAT in Bad Bentheim vom 25. bis 28. August

Goldene Antenne der Stadt Bad Bentheim

Die 54. Deutsch-Niederländischen Amateurfunkertage (DNAT) finden vom 25. bis 28. August in Bad Bentheim statt. Zu den Highlights gehört die Verleihung der Goldenen Antenne der Stadt Bad Bentheim. Während der feierlichen Zeremonie am 26. August um 15 Uhr in der Katharinenkirche der Burg Bentheim wird weiterhin der Yasme Excellence Award verliehen. Besonders weist die Tagungsleitung auf die „Morse und Straight Key Challenge“ hin.

Die Ausschreibung finden Sie in der Septemberausgabe der CQ DL, die noch rechtzeitig vor der Veranstaltung erscheint. Das detaillierte Programm können Sie auf der Veranstaltungswebseite https://dnat.de abrufen. Aufgrund der Parkplatzsituation wird die Anreise mit der Bahn empfohlen.

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Das Funkwetter vom 18. August 2022

Die Sonnenaktivität war in den letzten 24 Stunden mit zwei M-Flares und mehreren C-Flares angehoben. Die Anzahl der sichtbaren Sonnenflecken liegt bei sieben. Die Sonnenwindgeschwindigkeit ist angehoben und liegt zwischen 500-600 km/s. Die Geomagnetik ist stürmisch (G1-G3) ⚠️ - und diese Lage mit den schnellen Sonnenwinden wird die nächsten zwei bis drei Tage anhalten.

ZCZC 180440UT AUG22 QAM SFI132 SN83 KIEL A35 K(3H)3 SWS545 BZ-3 BT12 HPI14 DCX-25 NOAA24H FORECAST M-LAT(K) 55433454 ⚠️ MUF3000 MAX 18-23(D) MIN 9-11(N) DATA BY DK0WCY SWPC/NOAA SANSA FWBST-EU/DF5JL NNNN - Erläuterungen unter Funkwetter (PDF)

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Algerischer Rundfunk im 15-m-Band

Intruder Monitoring

Der algerische Rundfunk strahlt nun in den frühen Abendstunden auf 21450 kHz mit dem unteren Seitenband seines A3E-Signals in das 15-m-Band ein. Die Bandwacht hat die Bundesnetzagentur bereits involviert, um einen Frequenzwechsel zu erwirken. Télédiffusion d'Algerie fiel erst kürzlich mit seinen morgendlichen Sendungen auf 7200 kHz negativ auf. Auch dort strahlt der Sender mit dem unteren Seitenband in ein exklusives Amateurfunkband ein. Dies berichtet Daniel Möller, DL3RTL, Leiter der Bandwacht.

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Amateurfunk-Kontakte mit Kids begeistern ESA-Astronaut Matthias Maurer

Seit 100 Tagen ist der saarländische ESA-Astronaut, KI5KFH, nach seinem sechsmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Anlässlich einer Welcome-Back-Party am Bostalsee in der Nähe seines Heimatortes äußerte sich Maurer im Interview mit Radio-DARC-Mitarbeiter Dieter Lorig, DK4XW, total begeistert über Amateurfunk-Gespräche. Diese konnte er an Bord der ISS mit vielen Schülerinnen und Schülern auf der Erde führen.

„Während des Überflugs spürte ich in 400 Kilometer Höhe auch die Begeisterung der Kids durch den Lautsprecher“, berichtet Maurer sichtlich angetan. Das Projekt ARISS (Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation ISS) ermöglicht Schülerinnen und Schülern in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) Funkkontakte mittels Amateurfunk zu den Astronauten in der Raumstation. Weitere Details folgen in der CQ DL und in einer Sendung von Radio DARC.

Text/Foto: Dieter Lorig, DK4XW

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Quelle: https://www.darc.de/home/

ARTE/BR: "Wie gefährlich ist das Weltraumwetter?"

Im März 1989 kam es beim schwersten kosmischen Unwetter des 20. Jahrhunderts zur Selbstabschaltung eines Kraftwerks. Anschließend lag das gesamte Stromnetz der kanadischen Provinz Québec brach. Damals machte das World Wide Web seine ersten Schritte, die Satellitennavigation steckte in den Kinderschuhen. Ein ähnlicher Sonnensturm könnte heute viel dramatischere Folgen haben.

In der 30-minütigen Dokumentation "Wie gefährlich ist das Weltraumwetter?" (ARTE/BR 2022) wird offensichtlich: Für Weltraumwetter-Experten stellt sich nicht die Frage, ob Weltraumwetter unsere technologisierte Welt aus dem Takt bringen wird, sondern vielmehr wann die Zeichen auf Sturm stehen. Leider sind die Vorhersage-Möglichkeiten solcher Ereignisse noch immer ungefähr da, wo die Wissenschaft bei der Vorhersage irdischen Wetters in den 1950er Jahren waren. „Wenn es darauf ankommt, haben wir im besten Fall eine Sturmwarnsirene“, sagt Tamitha Skov, Physikerin und bekannt als "Space Weather Woman".

 - Link zur Doku: https://www.arte.tv/de/videos/104840-006-A/wie-gefaehrlich-ist-das-weltraumwetter/

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