„Überhorizontradare zu zahlreich zum zählen“

IARU-Region 1

Die allgegenwärtigen Überhorizontradare („Over the horizon“, OTHR) machen aktuell etwa 60 % aller Störmeldungen aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, der kürzlich im Newsletter des IARU-Region 1 Monitoringsystems (IARUMS) nachzulesen ist. Mehr noch, „man kann sie nicht einmal mehr zählen“, heißt es dort. Vermutlich seien es zwar nur wenige Stationen, die auf oft wechselnden Frequenzen senden.

Im Gegensatz zu früher seien es aber Burst-Systeme in zunehmender Anzahl, die meist nur für wenige Sekunden aktiv sind. Danach wird die Frequenz wieder gewechselt. Lediglich die OTHR „Contayner“ und „Pluto“ (UK-Basis auf Zypern) senden jeweils über einen längeren Zeitraum auf einer Frequenz. Den Newsletter des IARUMS vom Monat März finden Sie unter https://www.iaru-r1.org/wp-content/uploads/2021/04/IARUMS-Newsletter-21-03.pdf.

(Quelle: Übersetzung aus http://www.southgatearc.org/news/2021/april/hf-oth-radar-transmissions-too-numerous-to-count.htm)

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OV-Info Nr. 3 wurde verschickt

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Die OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde an die Vorsitzenden und die Kassierer der knapp 1000 DARC-Ortsverbände versandt. Die Ausgabe 3/21 informiert über das AmazonSmile-Programm, an dem der DARC teilnimmt, und gibt Hinweise zur datenschutzkonformen E-Mail-Kommunikation. Auch enthalten sind zwei Aufrufe der Redaktion CQ DL. Weitere Themen sind die korrekte Belegeinreichung in der Buchhaltung, die OV-Zuweisungen 2021 sowie die Absage der HAM RADIO 2021. 

 

 

 

Auf Wunsch unserer Mitglieder erscheint die OV-Info ab sofort auch als druckfreundliche Version. Interessierte Mitglieder können die OV-Info im geschützten Bereich im Internet unter: www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Neben der aktuellen Ausgabe finden Sie dort auch das Archiv der OV-Info mit interessanten Meldungen aus der Geschäftsstelle. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren.

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Kann man mit WSPR-Daten das Wrack von MH370 finden?

MH370

Es ist ein Mysterium der jüngeren Luftfahrt-Geschichte: Am 8. März 2014 verschwand Flug MH370 um 1:21 Uhr Ortszeit aus der Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Flughafens von Subang (Kuala Lumpur, Malaysia). Könnte nun die Auswertung von WSPR-Daten den Bereich der vermuteten Absturzstelle erhärten?

In einem Bericht schlägt Richard Godfrey vor, dass Daten aus dem WSPR-Netzwerk Hinweise auf den Standort des vermissten Malaysian Airlines Fluges MH370 liefern könnten. In einem Artikel auf der Webseite von Airline Ratings heißt es: „Weak Signal Propagation ist eine faszinierende Technologie auf Basis eines digitalen Funkkommunikationsprotokolls. Sie erweist sich als ein neues Werkzeug, um den Standort von MH370 zu bestätigen, der vor etwas mehr als sieben Jahren mit 239 Menschen an Bord verschwand. Einfach ausgedrückt: Stellen Sie sich vor, Sie müssten über eine Prärie wandern und alle zwei Minuten gäbe es einen Haufen Stolperdrähte, die Sie nicht sehen können und die einen Alarm auslösen. Oder anders ausgedrückt: Stellen Sie sich vor, Sie brechen in eine Hochsicherheitsbank ein, Um den Tresorraum zu erreichen, müssen Sie einen Raum voller Laserstrahlen durchqueren, die Sie nicht sehen können und jede Unterbrechung eines Laserstrahls würde einen Alarm auslösen. Nun, das ist es, was Flugzeuge tun – sie reflektieren unsichtbare Radiowellen. Richard Godfrey, einer der führenden Experten bei der Jagd nach MH370, hat gerade eine neue Studie abgeschlossen, die herausfindet, dass MH370 eine Reihe von Funkübertragungsdetektionen ausgelöst hat, die bestätigen, dass es sich an der Stelle befindet, die Satellitenstudien und Driftmodellierung nahegelegt haben.“ Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate mit Verweis auf die ganze Geschichte unter dem Link https://www.airlineratings.com/news/mh370-set-off-radio-tripwires-confirming-location-says-new-report/.

Dr. Robert Westphal, DJ4FF, hat zu diesem Thema den Vortrag „Geocaching in der Ionosphäre“ auf dem HamSCI Workshop gehalten (https://www.hamsci.org/publications/geocaching-ionosphere). Darin gibt er einen Überblick über die Nutzung des Weak Signal Propagation Reporting Network (WSPRNet) bei der Suche nach MH370. Die Folien können heruntergeladen werden von https://dropbox.com/s/weu4h7154lqtt62/Geocaching%20in%20the%20Ionosphere.pdf.

Flug MH370 mit der Registrierung 9M-MRO war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking (China) – dort war er allerdings nie angekommen. Seit dem Kontaktabbruch gelten 227 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder mitsamt dem Flugzeug als vermisst. Unfallermittler stehen vor einem Rätsel, mehrere Suchmissionen verliefen bis heute erfolglos. Dies auch vor dem Hintergrund, als dass die Piloten offenbar schon frühzeitig den ADSB-Transponder abgeschaltet hatten. Nur die Triebwerke sendeten noch lange Zeit so genannte „Pings“, kurze Telemetriesendungen, die über Satelliten empfangen wurden. Anhand dieser Daten und die theoretische Abdeckung der Empfangsgebiete der Satelliten vermutet man, dass die Maschine noch Stunden in Richtung Indischer Ozean weitergeflogen war, bis der Kerosinvorrat aufgebraucht war. Die ausführlichen Ereignisse und Recherchen fasst ein Artikel in der Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia-Airlines-Flug_370 zusammen.

(Foto: Abflug von Malaysia Airlines Boeing 777-200ER (9M-MRO) am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle in Frankreich, Wikipedia, Laurent ERRERA, CC BY-SA 2.0)

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Neu: YOTA Contest 2021

YOTA-Contest

Die Jugend-Arbeitsgruppe der IARU-Region 1 hat in den vergangenen Monaten hart gearbeitet, um ein neues Projekt für die Amateurfunkgemeinschaft zu etablieren. „Jeder kann mitmachen, es findet dreimal im Jahr statt und dauert nur zwölf Stunden. Ziel ist es, die Aktivität der Jugendlichen am Funkgerät zu erhöhen, den Ruf des YOTA-Programms zu stärken und die Unterstützung für Jugendliche auf der ganzen Welt zu demonstrieren“, fasst es Philipp Springer, DK6SP, Vorsitzender der Jugendarbeitsgruppe der IARU-Region 1 zusammen.

Die diesjährigen Veranstaltungen finden an den Samstagen 22. Mai (0800–1959 UTC), 17. Juli (1000–2159 UTC) und 30. Dezember (1200–2359 UTC) statt. Es wurden acht verschiedene Kategorien implementiert, die auch spezielle Kategorien nur für Jugendliche (≤25 Jahre alt) enthalten. Der Wettbewerb wird auf den Bändern 80 m, 40 m, 20 m, 15 m und 10 m in den Betriebsarten CW und SSB ausgetragen. Ausgetauscht wird das Alter der teilnehmenden Operator. Unterschiedliche Altersstufen dienen auch als Multiplikatoren während des Contests. Kontakte zwischen dem eigenen Kontinent zählen 1 Punkt, DX zählt 3 Punkte. Die meisten Punkte werden dadurch erreicht, Jugendliche zu arbeiten. Je jünger der Operator, desto mehr Punkte erhält man für das QSO.

„Wir, die IARU R1 Youth WG, freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem ungarischen Amateurfunkverband MRASZ. Sie stellt den Contest-Log-Roboter und viele andere Dinge rund um diese Veranstaltung zur Verfügung“, erklärt DK6SP. Das Contestkomitee besteht aus dem IARU R1 Youth WG Chair Philipp, DK6SP, und Vice Chair Markus, DL8GM. Csaba, HA6PX, und Tomi, HA8RT, vervollständigen das Gremium. Nach Abschluss der Auswertung der eingegangenen Logs werden die verschiedenen Kategoriesieger mit einer YOTA Contest-Plakette ausgezeichnet. Die vollständigen Regeln finden Sie auf https://ham-yota.com/contest sowie den Log-Upload unter https://contest.ham-yota.com. Bei Fragen können Sie sich direkt an das YOTA Contest Committee unter contest(at)ham-yota.com wenden.

(Quelle: Übersetzung aus https://www.iaru-r1.org/2021/new-yota-contest-2021/)

 

Funkbetrieb zu 50 Jahre AGCW-DL e.V.

AGCW

Die Arbeitsgemeinschaft Telegrafie (AGCW) begeht in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird im Gründungsmonat Mai ein Aktivitätswettbewerb auf den Amateurfunkbändern in CW veranstaltet. Alle Funkamateure sind dazu herzlich eingeladen, sich vom 1. bis 31. Mai aktiv zu beteiligen. Neben den Sonderstationen DR5ØAGCW und DP5ØAGCW mit dem Sonder-DOK AGCW50 werden auch SN5ØAGCW, PA5ØAGCW, CR5ØAGCW, YL5ØAGCW und OE5ØAGCW vertreten sein.

Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und die jeweils Bestplatzierten werden mit besonderen Auszeichnungen belohnt. Ausschreibungen und weitere Informationen auf der Webseite https://www.agcw.de. Darüber berichtet Joachim Hertterich, DL1LAF.

Deutschland-Rundspruch 14/2021, 14. KW

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Deutschland-Rundspruch 14/2021, 14. KW

Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab Donnerstag, den 8. April 2021, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter www.nord-ostsee-rundspruch.de/category/deutschland-rundspruch auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei finden Sie im eingeloggten Zustand unter www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 14 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 14. Kalenderwoche 2021. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre 2017 und 2018 festgesetzt
- DCL-Statistik für das Jahr 2020
- VO1FN - eine SDR-Überwachungsstation für die 144-MHz-Transatlantik-Querung
- Am 18. April funkt die Welt: FUNK.TAG on the air und Weltamateurfunktag
- 2-m-FM-Ausbildungscontest erfreut sich immer größerer Beliebtheit
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre 2017 und 2018 festgesetzt

Am 30. März ist im Bundesgesetzblatt die zwölfte Verordnung zur Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung erschienen. Darin wurden die TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre 2017 und 2018 festgelegt. Für das Jahr 2017 wurden 5,75 € TKG- und 12,98 € EMVG-Beitrag festgelegt, in Summe 18,73 €. Und für das Jahr 2018 wurden wiederum 2,20 € TKG- und 13,59 € EMVG-Beitrag festgelegt, in Summe 15,79 €.
Für beide Jahre fallen also 34,52 € insgesamt an. Funkamateure, die in beiden Jahren über eine Rufzeichenzuteilung verfügten, werden folglich eine Rechnung über 34,52 € erhalten.
Beitragspflichtig sind jeweils Funkamateure, die in dem jeweiligen Zeitraum eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst besaßen. Die Funkamateure müssen entsprechende Beitragsforderungen erst bezahlen, nachdem die Beitragsbescheide von der Bundesnetzagentur zugestellt worden sind. Für jedes Jahr führt die BNetzA rückwirkend eine Neuberechnung der Einzelbeiträge durch, in der sich der Aufwand für die einzelnen Funknutzer widerspiegelt. Darüber informiert eine Vorstandsinformation auf der DARC-Webseite. Als Anlage finden Sie darin eine Tabelle über die Entwicklung der Beiträge der vergangenen Jahre. Zum Lesen loggen Sie sich bitte als Mitglied ein und gehen auf die DARC-Webseite [1].

 

DCL-Statistik für das Jahr 2020

Anders als die im Deutschland-Rundspruch vergangene Woche veröffentlichte Clublog-Statistik - nach der Amateurfunk offenbar nur noch in FT8 stattfindet - sagt die Erhebung nach Sendearten für das DARC-Community-Logbook (DCL) etwas anderes aus: Im etwa selben Vergleichszeitraum waren 51 % der DCL-QSOs in CW, 35 % in SSB und 12 % in FT8. Das stimmt in etwa auch mit der Verteilung der Verbindungen bei den Sonderrufzeichen DF70/DP70/DK70DARC, DM30RSV und jüngst DL21EURO überein. Diese Nachricht und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der DCL-Webseite [2].

 

VO1FN - SDR-Überwachungsstation für die 144-MHz-Transatlantik-Querung

Voraussichtlich ab Ende Mai wird die Station VO1FN in St. Johns in Neufundland nach transatlantischen FT8-Signalen Ausschau halten. Dafür wird die Frequenz 144,174 MHz mit SDR-Technik überwacht. Zu diesem Thema hat John Desmond, EI7GL, einen umfangreichen Blog-Beitrag auf seiner Webseite gewidmet [3]. Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate.

 

Am 18. April funkt die Welt: FUNK.TAG on the air und Weltamateurfunktag

Aufgrund der anhaltenden Pandemielage musste der DARC e.V. den 5. FUNK.TAG in den Messehallen Kassel auch für das Jahr 2021 absagen. Daher bietet das Referat Conteste unter der Leitung von Paul Schimanski, DF4ZL, zum zweiten Mal einen FUNK.TAG on the air an. "Wir hätten uns sehr über ein Wiedersehen in Kassel gefreut. Der FUNK.TAG ist ein Highlight im Veranstaltungsjahr", so Stephanie C. Heine, DO7PR. Wie in vielen anderen Bereichen hat sich der DARC aber mit der Situation arrangiert und die passende Alternative gefunden. Im vergangenen Jahr haben zum FUNK.TAG on the air über 400 Stationen geloggt. Auch 2021 wird die Erlebnismesse auf die Frequenzen verlegt. Die Ausschreibungsbedingungen für den FUNK.TAG on the air finden Sie in der Aprilausgabe der CQ DL auf Seite 69.
Parallel dazu findet am 18. April der Weltamateurfunktag statt. Das Motto lautet treffend "Amateur Radio: Home but Never Alone", also "Amateurfunk: Zuhause, aber nie allein". Das Motto symbolisiert das große Potenzial für soziale Kontakte, das der Amateurfunk in dieser Phase der physischen Isolation bietet. "Dieses Thema gibt unseren Mitgliedsverbänden die Möglichkeit, der Öffentlichkeit aussagekräftige Botschaften über die Werte der weltweiten Amateurfunkgemeinschaft zu vermitteln", so IARU-Sekretär David Sumner, K1ZZ. Weltweit finden verschiedene Funk-Aktivitäten statt. Weitere Informationen zum Weltamateurfunktag sowie Info- und Werbematerialien zum Download hat die IARU auf ihrer Webseite veröffentlicht [4]. Die IARU bittet darum, dass jeder Teilnehmer an diesem Tag seine Aktivität in den sozialen Medien mit dem Hashtag "#WorldAmateurRadioDay" und auch unter Verwendung von "@iarur1" bewirbt. Für die Öffentlichkeitsarbeit der DARC-Ortsverbände bietet der DARC eine entsprechende Vorlage für eine Pressemitteilung an [5].

 

2-m-FM-Ausbildungscontest erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Der Distrikt Ruhrgebiet (L) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem OV Ruhrgebiet (L33) seit 2019 einen 2-m-FM-Ausbildungscontest. Dieser verzeichnet steigende Beliebtheit. Zuvor war schon der 80- und 40-m-Ausbildungscontest vor dem WAG-Contest ein voller Erfolg.
Allerdings ist es besonders in Ballungsgebieten schwierig, auf 80 m und
40 m so QRV zu werden, dass man bequem SSB-QSOs machen kann.
Währenddessen wird die Ressource 2 m nicht genutzt. "Deshalb kamen wir auf die Idee, einen Ausbildungscontest auf 2 m zu machen, und zwar im Mode FM", berichtet der OVV von L33, Michael Funke, DL4EAX. "Durch den Mode FM ist es für jeden möglich, teilzunehmen, und sei es mit einem Handfunkgerät vom nächsten Hügel aus. Seit der Einführung im Jahr 2019 hat sich der 2-m-FM-Ausbildungscontest vom Ruhrgebiet aus über ganz Deutschland verbreitet und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zur positiven Überraschung der Ausrichter finden über diesen Contest auch alte Hasen und Häsinnen sowie Wiedereinsteiger Spaß an Amateurfunkwettbewerben und nutzen diesen als Sprungbrett zu anderen Wettbewerben", erklärt DL4EAX. Nicht ganz zufällig findet der 2-m-FM-Ausbildungscontest kurz vor den großen UKW-Wettbewerben statt und bildet diese auch in den Regeln weitgehend ab. Die Webseite mit der Ausschreibung [6] enthält neben wertvollen Tipps zum Einrichten von Logsoftware und Beispiel-QSO-Texten auch faszinierende Berichte von Teilnehmern. Am 25. April von 15:00 bis 17:00 Uhr Ortszeit findet der nächste 2-m-FM-Ausbildungscontest statt. "Jeder ist eingeladen, mitzumachen, sei es als Gastgeber mit Ausbildungsrufzeichen oder als geduldiger QSO-Partner. Wir hören uns!", freut sich OM Funke.

 

Aktuelle Conteste

10. bis 11. April: Japan International DX Contest, OK-OM SSB DX Contest, DIG QSO Party und Yuri Gagarin DX Contest
16. bis 17. April: Holyland Contest
17. April: ES Open Championship und Nord Contest
17. bis 18. April: YU DX Contest
18. April: FUNK.TAG on the Air Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 4/21 auf S. 66

 

Der Funkwetterbericht vom 7. April, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

Zunächst der Rückblick vom 30. März bis zum 6. April:
Die Karwoche brachte bis auf die gute Funkaktivität während der Conteste keine Highlights im Funkwettergeschehen. Die Progressionskurven im Internet [7] zeigen aber auch, dass sich der 25. Sonnenfleckenzyklus ähnlich träge verhält wie die Zyklen zuvor. Auch wenn zwischen dem 30. März und 3. April keine Sonnenflecken zu sehen waren, hatte das auf die solaren Fluxwerte fast keinen Einfluss. Der Sonne fehlt eben die Kraft, die die Ionosphäre in Schwung bringen könnte. Der solare Flux lag zwischen 70 und 74 Einheiten. Das geomagnetische Feld war nur zwischen dem 31. März und 2. April unruhig, ansonsten ruhig. Der Sonnenwind blies mit einer Geschwindigkeit zwischen 270 und maximal 450 Kilometern pro Sekunde. Die für 3000-km-Sprungentfernung ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht erreichte am späten Nachmittag 21 MHz. In der Nacht lag sie unter 10 MHz. Das 20-m-Band öffnete gegen 07:00 UTC nach VK und ZL und schloss nach 18:00 UTC in westliche Richtungen. Geringe Dämpfungswerte auf den mittleren Bändern 60, 40 und 30 m belebten das DX-Geschehen.

Vorhersage bis 14. April:
Die Sonnenaktivität bleibt unverändert sehr ruhig. Wir erwarten Fluxwerte um 70 Einheiten. OK1HH sagt folgende Zustände des Erdmagnetfeldes voraus: 8. April und 11. April unruhig bis aktiv, 9. April und 10. April gestört, 12. April und 13. April ruhig. Kurze Öffnungen der Bänder über 20 m sind fast täglich zu erwarten. Vor allem 17 m zeigt sich nachmittags in Richtung Karibik DX-tauglich. 20 m bleibt das zuverlässigste DX-Band tagsüber. Nachts übernimmt das 40-m-Band diese Funktion. Alle Bänder zwischen 80 und 30 m sind in den Dämmerungszeiten interessant.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:39; Melbourne/Ostaustralien 20:39; Perth/Westaustralien 22:32; Singapur/Republik Singapur 23:02; Tokio/Japan 20:18; Honolulu/Hawaii 16:18; Anchorage/Alaska 14:58; Johannesburg/Südafrika 04:20; San Francisco/Kalifornien 13:45; Stanley/Falklandinseln 10:30; Berlin/Deutschland 04:25.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:27; San Francisco/Kalifornien 02:39; Sao Paulo/Brasilien 21:00; Stanley/Falklandinseln 21:26; Honolulu/Hawaii 04:48; Anchorage/Alaska 05:00; Johannesburg/Südafrika 16:00; Auckland/Neuseeland 06:05; Berlin/Deutschland 17:52.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie dazu Ihr Passwort stets griffbereit auf!

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.darc.de/nachrichten/vorstandsinformationen
[2] www.dxhf.darc.de/~dcl
[3] ei7gl.blogspot.com/2021/04/vo1fn-144-mhz-trans-atlantic-sdr.html
[4] https://www.iaru.org/on-the-air/world-amateur-radio-day
[5] www.darc.de/presse/downloads
[6] www.darc.de/der-club/distrikte/l/ortsverbaende/33/ausbildungscontest/
[7] www.ionosonde.iap-kborn.de/actuellz.htm
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste

Am 18. April funkt die Welt: FUNK.TAG on the air und Weltamateurfunktag

FUNK.TAG on the air 2021

Aufgrund der anhaltenden Pandemielage musste der DARC e.V. den 5. FUNK.TAG in den Messehallen Kassel auch für das Jahr 2021 absagen. Daher bietet das Referat Conteste unter der Leitung von Paul Schimanski, DF4ZL, zum zweiten Mal einen FUNK.TAG on the air an. „Wir hätten uns sehr über ein Wiedersehen in Kassel gefreut. Der FUNK.TAG ist ein Highlight im Veranstaltungsjahr“, so Stephanie C. Heine, DO7PR. Wie in vielen anderen Bereichen hat sich der DARC aber mit der Situation arrangiert und die passende Alternative gefunden.

Im vergangenen Jahr haben zum FUNK.TAG on the air über 400 Stationen geloggt. Auch 2021 wird die Erlebnismesse auf die Frequenzen verlegt. Die Ausschreibungsbedingungen für den FUNK.TAG on the air finden Sie in der Aprilausgabe der CQ DL auf Seite 69. Parallel dazu findet am 18. April der Weltamateurfunktag statt. Das Motto lautet treffend „Amateur Radio: Home but Never Alone“, also „Amateurfunk: Zuhause, aber nie allein“. Das Motto symbolisiert das große Potenzial für soziale Kontakte, das der Amateurfunk in dieser Phase der physischen Isolation bietet. „Dieses Thema gibt unseren Mitgliedsverbänden die Möglichkeit, der Öffentlichkeit aussagekräftige Botschaften über die Werte der weltweiten Amateurfunkgemeinschaft zu vermitteln“, so IARU-Sekretär David Sumner, K1ZZ. Weltweit finden verschiedene Funk-Aktivitäten statt. Weitere Informationen zum Weltamateurfunktag sowie Info- und Werbematerialien zum Download hat die IARU auf ihrer Webseite veröffentlicht: https://www.iaru.org/on-the-air/world-amateur-radio-day. Die IARU bittet darum, dass jeder Teilnehmer an diesem Tag seine Aktivität in den sozialen Medien mit dem Hashtag „#WorldAmateurRadioDay“ und auch unter Verwendung von „@iarur1“ bewirbt. Für die Öffentlichkeitsarbeit der DARC-Ortsverbände bietet der DARC eine entsprechende Vorlage für eine Pressemitteilung an: https://www.darc.de/presse/downloads.

25 Jahre GDXF

GDXF

Die German DX Foundation (GDXF) wurde vor 25 Jahren in 1996 gegründet um Kurzwellen-DX-Aktivitäten in seltene Gebiete weltweit zu unterstützen. Diese Unterstützung wird über finanzielle oder personelle, instrumentale und logistische Hilfen realisiert. Derzeit sind ca. 1000 DX-Enthusiasten aus mehreren Ländern in der Mitgliederliste verzeichnet. Anlässlich der Gründung vor 25 Jahren wird vom 1.5. bis 31.7.21 das Sonderrufzeichen DL25GDXF aktiviert, der Sonder-DOK 25GXF ist dafür beantragt.

Die GDXF ist außerdem seit dem 1.2.21 Inhaber des Rufzeichens DFØGDX, mit dem Sonder-DOK GDXF. Die Teilnahme beider Stationen bei den DOK-Börsen ist vorgesehen. Aus Anlass des 25. Jahrestages wird ein kostenloses PDF-Diplom zum Selbstausdrucken in den drei Klassen Basic, Classic und Trophy herausgegeben. Jede Klasse enthält ein Design mit vier unterschiedlichen Bildern von erfolgreichen DXpeditionen. Es zählen dafür Verbindungen mit GDXF-Mitgliedern. Jedes QSO auf jedem Band 160 bis 6 m (einschließlich 60 m) in jeder Hauptsendeart CW, Phone oder Digital mit einem GDXF-Mitglied zählt 10 Punkte und die QSOs mit den Stationen DL25GDXF und DFØGDX zählen je 20 Punkte. Ein QSO mit DL25GDXF oder DFØGDX ist obligatorisch. Ausführlichere Informationen zu den Diplomklassen und der Beantragung, ein Excel-Arbeitsblatt für den Logbuchauszug und die aktuelle Mitgliederliste sind auf https://gdxf.de durch einfache Navigation schnell verfügbar. Quelle: Lutz Elsner, DL7UGO.

Prof. Dr.-Ing, Ulrich Rohde, DJ2LR, erhält Verdienstkreuz der BRD am Bande

Prof. Dr.-Ing, Ulrich Rohde, DJ2LR

Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder (CSU) hat der Bundespräsident das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande an den bekannten Professor, Unternehmer und Funkamateur Prof. Dr.-Ing, Ulrich Rohde, DJ2LR, verliehen. Der Bundespräsident würdigte mit dieser Verleihung die großen Verdienste von DJ2LR auf den Gebieten der Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik.

Dr. Ulrich Rohde gilt auch als der Erfinder der SDR-Technik, die er in einer Konferenz erstmals im Jahr 1985 vorgestellt hat. Zur Würdigung dieser wegweisenden Entwicklung, die heute praktisch in der gesamten Kommunikationstechnik und auch im Amateurfunk eingesetzt wird, gab es im vergangenen Jahr ein Sonder-Rufzeichen DL35SDR. Prof. Dr.-Ing Ulrich Rohde ist Mitgesellschafter des gleichnamigen Münchner Unternehmens für Hochfrequenz- und Messtechnik und feierte im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag. Er ist Mitglied im DARC OV München-Süd (C18). Darüber berichtet Rainer Englert DF2NU, OVV von C18.

TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre 2017 und 2018 festgesetzt

DARC

Am 30. März ist im Bundesgesetzblatt die zwölfte Verordnung zur Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung erschienen. Darin wurden die TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre 2017 und 2018 festgelegt. Für das Jahr 2017 (2018) wurden 5,75 € (2,20 €) TKG- und 12,98 € (13,59 €) EMVG-Beitrag festgelegt, in Summe 18,73 € (15,79 €). Für beide Jahre fallen also 34,52 € insgesamt an. Funkamateure, die in beiden Jahren über eine Rufzeichenzuteilung verfügten, werden folglich eine Rechnung über 34,52 € erhalten.

Beitragspflichtig sind jeweils Funkamateure, die in dem jeweiligen Zeitraum eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst besaßen. Die Funkamateure müssen entsprechende Beitragsforderungen erst bezahlen, nachdem die Beitragsbescheide von der Bundesnetzagentur zugestellt worden sind. Für jedes Jahr führt die BNetzA rückwirkend eine Neuberechnung der Einzelbeiträge durch, in der sich der Aufwand für die einzelnen Funknutzer widerspiegelt. Darüber informiert eine Vorstandsinformation auf der DARC-Webseite. Als Anlage finden Sie darin eine Tabelle über die Entwicklung der Beiträge der vergangenen Jahre. Zum Lesen loggen Sie sich bitte als Mitglied ein und gehen auf https://www.darc.de/nachrichten/vorstandsinformationen/.