Erhöhte Strahlungsleistung für Linkstrecken automatisch arbeitender Stationen

Hamnet-Linkstrecken

Für den Betrieb von Linkstrecken automatisch arbeitender Stationen haben sich das DARC-Referat VHF/UHF/SHF und das DARC-Referat Frequenzmanagement mit der Bundesnetzagentur und dem Primärnutzer der GHz-Bänder auf eine maximal zulässige Strahlungsleistung von 30 dBW ERP geeinigt. Auf der Webseite des VUS-Referats kann der „Antrag auf eine Rufzeichenzuteilung zum Betrieb einer Amateurfunkstelle gemäß § 13 Abs. 1 AFuV“ der Bundesnetzagentur heruntergeladen werden [3].

Entgegen des Hinweises zur „Strahlungsleistung ERP in dBW“ auf der letzten Seite (Hinweise zum Ausfüllen des Formblatts - Kennzeichnende Merkmale einer Amateurfunkstelle gemäß § 13 Abs. 1 AFuV) ist für Linkstrecken eine Strahlungsleistung bis zu 30 dBW genehmigungsfähig. Hinweise:
- Eine Linkstrecke wird durch die Angabe der Empfangsstelle des Linkpartners gekennzeichnet und bedarf deshalb der Anträge beider Seiten
- Die Bundesnetzagentur bittet darum, die Anträge zu einer Linkstrecke möglichst zeitgleich (idealerweise in der gleichen Woche) zu stellen
- Wir bitten darum, den Verwaltungsaufwand durch folgende Maßnahmen gering zu halten: 1. Erhöhung der Leistung bei Bestandslinkstrecken idealerweise erst zur nächsten geplanten Verlängerung, Änderung oder Erweiterung einer Genehmigung, 2. Genügend Reserve bei der Strahlungsleistung einplanen, sodass eine Genehmigung bei einer Aufrüstung der Linkstrecke nicht gleich wieder geändert werden muss.

Planung der Reserve am Beispiel einer Hamnet-Linkstrecke: Für die Strahlungsleistung sind die Ausgangsleistung der Linkeinheit und der Gewinn der genutzten Antenne ausschlaggebend.

Ausgangsleistung der Linkeinheit: Wir nehmen für typische Linkeinheiten 30 dBm bzw. 0 dBW Ausgangsleistung als Maximum an (in der Praxis wird das Maximum zwar nur selten erreicht, da bei dem von uns gewünschten höherwertigen Modulationsverfahren die Endstufe nicht mehr im linearen Bereich arbeiten würde und die Ausgangsleistung von der Linkeinheit automatisch um bis zu 4 dB reduziert wird, aber mit dem Maximalwert bleibt man auf der sicheren Seite).

Gewinn der genutzten Antenne: Unter dem Strich bleibt als begrenzender Faktor einer Linkstrecke der für die Antenne zur Verfügung stehende Platz. Für den Durchmesser eines Parabolspiegels auf 5750 MHz kann man bei 15 cm etwa 17 dBi, bei 30 cm etwa 23 dBi und bei 60 cm etwa 29 dBi Antennengewinn annehmen [1]. Es sollte nun jeder selbst abschätzen, welche maximale Antennengröße für die Linkstrecke langfristig zum Einsatz kommen wird.

Der gesuchte Wert für die Strahlungsleistung zum Eintragen in das Formular ist schnell ermittelt: 0 dBW Ausgangsleistung der Linkeinheit + Antennengewinn in dBd [2].

„Good link“ wünscht Jann Traschewski, DG8NGN (DARC Referent VHF/UHF/SHF)

[1] https://www.rfwireless-world.com/calculators/parabolic-dish-antenna-calculator.html
[2] Antennengewinn in dBd = Antennengewinn in dBi - 2,15 dB
[3] Antragsformular und Rechenbeispiele: https://www.darc.de/der-club/referate/vus/automatische-stationen/#c33304

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DF70/DK70/DP70 DARC-Aktivitäten auf der Zielgeraden

Die Aktivitäten der Distrikte unter DP70DARC und DF70DARC enden an diesem Wochenende. Danach werden die QSO-Zahlen der Distrikte veröffentlicht. DK70DARC ist weiterhin täglich QRV. Ab dem 21.12. werden alle drei Rufzeichen durch das DARC Team SES bzw. das Referat DX bis Jahresende aktiviert. Der Kalender dieser Aktivitäten findet sich an einem neuen Ort: Kalender Wir freuen uns darauf, den Diplomjägern, die noch Punkte brauchen, zu diesen zu verhelfen. 73 Ric, DL2VFR

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Island: 1850-kHz-Zuweisung erneuert

Der isländische Amateurfunkverband IRA erhielt am 4. Dezember eine positive Antwort von der Post- und Telekommunikationsverwaltung (PTA) auf ihren Antrag auf Erneuerung der Genehmigung zur Nutzung von 1850 - 1900 kHz in internationalen Wettbewerben (Conteste) im Jahr 2021.

Die Genehmigung wird mit voller Zustimmung des Maritime Watch Center erteilt, das für die Nutzung von Frequenzen in diesem Frequenzbereich Vorrang hat. Diese Nutzung unterliegt den gleichen Anforderungen, die für den Frequenzbereich 1810 - 1850 kHz in einer Verordnung festgelegt sind, aber die Post- und Telekommunikationsverwaltung hat die folgenden erhöhten Bedingungen gestellt:

  • Die Genehmigung wird nur während der angegebenen internationalen Wettbewerbe erteilt;
  • G-Lizenznehmer sind berechtigt, die volle Leistung zu nutzen, bis zu 1 kW; N-Lizenznehmer genießen die gleichen Frequenzrechte, aber die Leistungsbegrenzung basiert auf einem Maximum von 10 W.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte http://www.ira.is/25713-2/. Darüber informiert Tom Kamp, DJ5FL 

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Weihnachts-Deutschland-Rundspruch 2020

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Weihnachts-Deutschland-Rundspruch 2020

(Aktuelle Audiofassung unter www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Weihnachts-Deutschland-Rundspruch der DARC-Geschäftsstelle kurz vor dem Heiligabend im Jahr 2020. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Grußwort des DARC-Vorsitzenden zum Jahresende
- Vorläufige Bilanz der Aktionen zu70 Jahre DARC und 30 Jahre RSV
- SAQ-Aussendung an Heiligabend fällt aus
- DARC-Weihnachtscontest am 26. Dezember
- Aktuelle Conteste zu Weihnachten und zwischen den Jahren in der Übersicht
- Was gibt es Neues über das Funkwetter zur Weihnachtszeit?
sowie
- Rundspruchpause und Erreichbarkeit während der Feiertage

Hier die Meldungen:

Es folgt das Grußwort des DARC-Vorsitzenden Christian Entsfellner, DL3MBG


Liebe Mitglieder des DARC, liebe Funkfreunde,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun schon seit fast einem Jahr und hat unseren Alltag in vielen Bereichen stark verändert und reglementiert. Hinzu kommen die Sorgen um die Gesundheit unserer Familie und unserer Freunde und nicht zuletzt auch um uns selbst. Fest steht: Die Umstrukturierungen in der Arbeitswelt, im Familienleben, in der Schule, in Kultur und in Freizeit hatten und haben weitreichende Konsequenzen für uns alle. So auch für unser Vereinsleben im DARC. Der 5. FUNK.TAG im April 2021 wurde bereits abgesagt. Referatstagungen, Vorstandssitzungen und Mitgliedertreffs finden in absehbarer Zukunft nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Viele stellen sich die Frage, wie es weitergehen wird: Wie sieht unsere Zukunft aus? Welche Auswirkungen hat diese Krise auf unsere Gemeinschaft im Ortsverband und im Gesamtverein? Was dürfen wir bei Versammlungen und Veranstaltungen tun und was nicht? Machen wir das, was wir tun, richtig?

Die Pandemie hat uns aber auch gezeigt, dass wir als DARC gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Die Not hat uns erfinderisch gemacht, uns neue Sichtweisen eröffnet und den Weg für Innovationen geebnet. Viele Ortsverbände und Distrikte haben ihr Vereinsleben auf die Frequenzen verlagert, bleiben auch weiterhin in Kontakt und leben so ihren Club. Durch die gelungene Einführung des "TREFF.DARC" auf dem Big-Blue-Button-Konferenzserver konnten schon viele Veranstaltungen online stattfinden. Auch die HAM RADIO hat als virtuelle Ausgabe begeistert. Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigt, dass an fast jedem Abend mehrere Schulungen, Amateurfunk-Kurse oder OV-Abende parallel auf dieser neuen Plattform laufen. Deshalb musste der Server schon zweimal auf eine leistungsfähigere Hardware wechseln.

So schön die Akzeptanz und die große Auslastung dieses neuen Treffpunkts auch sind, so sehr bringen Benutzersupport und die Erstellung einer für den DARC geeigneten Benutzerverwaltung unsere ehrenamtlichen Helfer an ihre Grenzen. Helfer, die IT-Aufgaben übernehmen können, werden daher dringend gesucht. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die durch ihr Engagement unseren DARC auch in diesen schwierigen Zeiten unterstützen und aufrechterhalten.

Wir im Vorstand planen schon jetzt weitere Online-Schulungen im Bereich der Technik, des Ehrenamts und der neuen Betriebsarten sowie anderer interessanter Anwendertools, die sich für den Amateurfunk eignen. Dabei liegt unser Augenmerk auf einer möglichst großen Akzeptanz bei unseren Mitgliedern.
Wir wollen für jeden etwas anbieten, dabei Impulse erzeugen und letztendlich ein Zeichen setzen, dass zu Hause und auch in den Ortsverbänden virtuell und online das Vereinsleben durch die Mitglieder am Leben erhalten werden kann.

Wichtige Themen und Fragen in 2021 werden sein:

* Wie kann der Amateurfunk besser in der Öffentlichkeit dargestellt werden?

* Bekommen wir die seit vielen Jahren geplante neue, liberale Durchführungsverordnung für den Amateurfunk?

* Die Fortführung der Verteidigung des Frequenzspektrums gegen EMV-Störungen von Geräten und Anlagen.

* Wie geht es weiter mit dem kontaktlosen Laden vor allem in der Automobilbranche, also dem "Wireless Power Transfer" und dem damit zu erwartenden extremen Störpotenzial auf der ganzen Kurzwelle?

* Die Vorbereitung der Einführung einer neuen Online-Mitgliederverwaltung und Kassenführung im DARC; angepasst an die Bedürfnisse der Ortsverbände und Distrikte.

Wie dieser Ausblick zeigt, wird uns auch 2021 vor große Herausforderungen stellen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir im nächsten Jahr unsere Ziele in einer starken Gemeinschaft verfolgen. Die bisherigen Erfolge stimmen dabei durchaus positiv. Ein weiterer Lichtblick ist ein persönliches Treffen auf der HAM RADIO vom 25. bis 27. Juni 2021.

Ich wünsche Euch und Euren Familien und Freunden eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit, um dann mit viel Freude und Schwung das "Neue Jahr" zu beginnen. Wir haben zum Jahreswechsel sicher genügend Zeit, auch wieder mehr zu funken. Vielleicht hören wir uns ja auf den Bändern ...?

vy 73 Christian Entsfellner, DL3MBG
Vorsitzender des DARC e. V.

Hier die Meldungen des Weihnachtsrundspruchs:

Vorläufige Bilanz der Aktionen zu 70 Jahre DARC und 30 Jahre RSV

Die beiden vorwiegend durch die Distrikte betriebenen Rufzeichen DF70DARC (zurzeit mehr als 68.000 QSOs) und DP70DARC (zurzeit mehr als 65.000) QSOs bringen es bisher zusammen auf über 134.000 QSOs. Das sind deutlich weniger als bei der Aktion "65 Jahre DARC" in 2015. Andererseits sind die Teilnehmerzahlen bei Contesten in diesem Jahr überall coronabedingt in die Höhe geschnellt [1]. Die Zahl der ausgestellten Jubiläumsdiplome wird über 500 liegen (aktuell 478) und damit leicht über den Ergebnissen von 2015. Das zeigt, dass hier doch ein großes Interesse vorhanden war bzw. ist. Die Diplombedingungen waren nicht so schwierig wie 2015 (auch wegen der Ausbreitungsbedingungen), aber einfach war es trotzdem nicht. DM30RSV startete erst im März und machte bis zum WAG im Oktober 36.503 QSOs. Hier wurden bislang 212 Diplome ausgegeben.
Im September ist DK70DARC mit dem neu gebildeten DARC-Team SES an den Start gegangen. Diese kleine tatkräftige Truppe hat seitdem schon knapp 17.000 QSOs gefahren und das eigens dafür kreierte Sonderdiplom wurde bis heute 210 Mal ausgegeben. Darüber informiert Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR.

SAQ-Aussendung an Heiligabend fällt aus

Die traditionelle Weihnachts-Grußbotschaft des Längstwellensenders aus dem schwedischen Grimeton wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. "Wir finden es traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen, sehen sie jedoch als notwendige Maßnahme zum Schutz aller Beteiligten an", gaben die SAQ-Beteiligten in einer Pressemitteilung bekannt und fügten hinzu: "Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass Sie die Situation verstehen und uns weiterhin unterstützen. Wir hoffen, dass unsere alte Dame bald wieder in der Luft zu hören ist!"

 

DARC-Weihnachtscontest am 26. Dezember

Der DARC lädt alle Funkamateure auch in diesem Jahr zur Teilnahme am Weihnachtswettbewerb   (XMAS-Contest) ein. Der Wettbewerb zählt für die Clubmeisterschaft und den DARC-Kurzwellenpokal. Es gelten die "Allgemeinen DARC DX & HF-Contestregeln". In SSB und CW sollen von 08:30 bis 10:59 UTC Stationen auf 80 und 40 m gearbeitet werden. Jede Station darf einmal auf 3,5 MHz und einmal auf 7 MHz gearbeitet werden. Nach jedem QSO hat die CQ-rufende Station QSY zu machen und der anrufenden Station die Frequenz zu überlassen. Es sind maximal 20 Wechsel der Betriebsart oder des Bandes während der gesamten Contestzeit zugelassen.
Deutsche Teilnehmer senden RS(T) und ihren DOK. Nichtmitglieder des DARC senden statt eines DOK den Kenner "NM" (no member). Dieser zählt nicht als Multiplikator. Stationen aus dem Ausland: RS(T) + lfd. Nr. Alle Ausschreibungsbedingungen sind in der Dezemberausgabe der CQ DL auf Seite 67 und im Internet veröffentlicht [2].

 

Aktuelle Conteste zu Weihnachten und zwischen den Jahren in der Übersicht

19. Dezember: OK DX RTTY Contest und RAC Canada Winter Contest
19. bis 20. Dezember: Croatian CW Contest
26. Dezember: DARC Weihnachtswettbewerb
26. bis 27. Dezember: Stew Perry Topband Challenge
27. Dezember: RAEM International HF Contest CW
30. Dezember: DSW-Kurzcontest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 12/19 auf S. 58.

 

Der Funkwetterbericht vom 16. Dezember von Hartmut Büttig, DL1VDL

Der Jahresrückblick auf 2020:
Der Übergang ins Jahr 2020 war begleitet von einer über mehrere Tage stabilen Inversionswetterlage. Diese belebte die Aktivität auf allen Mikrowellenbändern. Es gab weite Tropo- und Sporadic-E-Verbindungen. Ein neuer Weltrekord auf 435 MHz über 4563 km krönte die Tropo-Saison mitten im Winter.
Die Ionosphäre kam nach dem Sonnenfleckenminimum am 17. November 2019 noch lange nicht in Schwung. Bis auf das erste energetische Ereignis im neuen Zyklus, dem M3-Röntgenflare am 29. November, der den solaren Flux auf 116,3 Einheiten anhob und das 10-m-Band weltweit öffnete, mussten wir ein Jahr warten. Wir vermuteten den Start des Zyklus 25 bereits eher, als am 29. Mai ein M-Flare beobachtet wurde. Bis kurz nach der IARU HF Championship waren alle oberen Bänder nutzbar. Ein weiterer Anstieg der Sonnenaktivität blieb danach aus, der solare Flux blieb unverändert niedrig. Im Vergleich waren die DX-Bedingungen bis Oktober 2020 ähnlich wie 2019. Bis zum Herbstanfang betrug der solare Flux nahezu konstant 70 Fluxeinheiten. Positive Störungsphasen vor geomagnetischen Störungen oder vom Sonnenwind mitgerissene Plasmateilchen veränderten manchmal die Ionosphäre so, dass wir kurzzeitig gute Ausbreitungsbedingungen vorfanden. Saisonal bedingte Verbesserungen der Ausbreitungsbedingungen blieben im Frühjahr aus, während zum Herbstanfang, als die Sonne etwas aktiver wurde, täglich gute DX-Möglichkeiten in den Südpazifik bestanden. Die Dämpfung in der Aurorazone bestimmte, ob man über die Polargebiete funken konnte. In den Jahren der ruhigen Sonne, wenn sich der solare Flux kaum ändert, ist das geomagnetische Feld der wichtigste Stellknopf für das Funkwetter.
Dass uns die Ionosphäre nicht verloren gegangen war, zeigten weltweite FT8-Verbindungen auf allen Kurzwellenbändern oder Ausbreitungstests im WSPRnet. Trotzdem konnte man im gesamten Jahr, bis auf wenige Ausnahmen, wöchentlich alle Kontinente auch in CW und SSB erreichen. Sogar in den kurzen Nächten im Sommer war manchmal das 160-m-Band nach Nordamerika offen. Dass die Ionosphäre oft günstigere Ausbreitungsbedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern bereithielt als wir dachten, bemerkten wir oftmals nur in Contesten oder wenn wir selber CQ riefen. Aktivität auf den Bändern war auch 2020 der Schlüssel zur Freude an unserem Hobby.

Positiver Ausblick auf 2021:
Wir sehen in den Grafiken bei der Internetseite Solarham [3], dass ständig neue Sonnenflecken auftauchen und fleckenfreie Tage immer seltener vorkommen. Die Monatsmittelwerte der Sonnenfleckenzahl und des solaren Fluxes steigen. Im kommenden Jahr werden saisonale Verbesserungen der Ausbreitungsbedingungen, wie zum Frühjahrsbeginn, wieder deutlicher hervortreten. Wir erwarten öfter als bisher Erhöhungen des solaren Fluxes auf etwa 100 Fluxeinheiten.
Das Sonnenfleckenminimum haben wir hinter uns gelassen und in den Jahren der ruhigen Sonne interessante Funkverbindungen und, verglichen mit Jahren der aktiveren Sonne, respektable Ergebnisse und neue Rekorde in Wettbewerben erreicht. Nehmen wir diesen Optimismus mit ins neue Jahr und sind auch dankbar dafür, während der Coronavirus-Pandemie ein uns ausfüllendes, interessantes und kommunikatives Hobby betreiben zu können.

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2021!

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:56; Melbourne/Ostaustralien 18:52; Perth/Westaustralien 21:05; Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 21:43; Honolulu/Hawaii 17:01; Anchorage/Alaska 19:06; Johannesburg/Südafrika 03:10; San Francisco/Kalifornien 15:19; Stanley/Falklandinseln 07:32; Berlin/Deutschland 07:11.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:29; San Francisco/Kalifornien 00:52; Sao Paulo/Brasilien 21:49; Stanley/Falklandinseln 00:13; Honolulu/Hawaii 03:52; Anchorage/Alaska 00:37; Johannesburg/Südafrika 16:56; Auckland/Neuseeland 07:36; Berlin/Deutschland 14:52.

Rundspruchpause und Erreichbarkeit während der Feiertage

Vom 24. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 sind die DARC-Geschäftsstelle sowie die DARC Verlag GmbH in Baunatal nicht besetzt. Sie erreichen die Mitarbeiter zu den gewohnten Zeiten wieder ab dem 4. Januar 2021. Der DARC-Vorstand, die Geschäftsstelle, die DARC Verlag GmbH und die Redaktion bedanken sich bei allen Zuhörern und Lesern und wünschen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr. Der erste Deutschland-Rundspruch 2021 wird am 7. Januar gesendet.

Dies waren die Meldungen des Weihnachts-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Thorsten Schmidt, DO1DAA. Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Fest, bedanken uns vielmals fürs Zuhören und sagen AWDH im nächsten Jahr!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.darc.de/der-club/referate/dx/qso-statistik
[2] www.darc.de/referate/dx/contest/xmas/regeln
[3] www.solarham.net
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste

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OV-Info Nr. 12 wurde verschickt

Logo OV-Info

Die OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde an die Vorsitzenden und die Kassierer der über 1000 DARC-Ortsverbände versandt. Die Ausgabe 12/20 startet mit dem Grußwort des Vorsitzenden zum Jahresende. Es folgen aktuelle Hinweise der Buchhaltung zur Jahresrechnung für 2021 sowie zum Jahresabschluss und zu den Bar-Kassen der Ortsverbände. Die aktuelle Ausgabe informiert des Weiteren über die Erreichbarkeit der Geschäftsstelle während der Feiertage und die Auswirkungen des Geschäftsjahreswechsels auf die Mitgliederverwaltung.

Weitere Themen sind der OV-Kalender 2021 sowie die redaktionellen Termine der CQ DL für das nächste Jahr. Auf Wunsch unserer Mitglieder erscheint die OV-Info ab sofort auch als druckfreundliche Version. Interessierte Mitglieder können die OV-Info im geschützten Bereich im Internet unter: www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Neben der aktuellen Ausgabe finden Sie dort auch das Archiv der OV-Info mit interessanten Meldungen aus der Geschäftsstelle. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren. 

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Täglich das aktuelle Funkwetter jetzt auch bei Telegram

Für Kurzwellenamateure hat mit der nun wieder aktiver gewordenen Sonne eine spannende Zeit begonnen. Der neue Sonnenzyklus 25 hat nicht nur zwischenzeitlich den solaren Fluxindex auf über 100 Einheiten gebracht, sondern Flareausbrüche und neue Sonnenflecken tauchen inzwischen in so kurzen Abständen auf, wie es seit Jahren nicht mehr zu beobachten war. Das HF-Referat des DARC begleitet diese Entwicklung mit den wöchentlichen Funkwetterberichten im Deutschland-Rundspruch und bei Radio DARC.

Es gibt zudem auch tägliche Funkwetter-Kurzberichte des HF-Referates bei Facebook und Twitter - 365 Tage im Jahr, mit den aktuellen Angaben zum solaren Flux, der Sonnenfleckenrelativzahl, einer Vorhersage der Geomagnetik für die kommenden 24 Stunden und vieles mehr. Neu dazu gekommen ist das Angebot bei Telegram unter t.me/funkwetter. Innerhalb kürzester Zeit konnten bereits fast 400 Abonnenten gewonnen werden. Neue Flare-Ausbrüche, die Vorhersage geomagnetischer Stürme? Hier sind sie immer gut informiert und können ihre Kurzwellen-Aktivitäten planen. Ein Angebot auch für Kurzwellenhörer: t.me/funkwetter. Darüber berichtet Tom Kamp, DF5JL, HF-Referent des DARC.

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Vorläufige Bilanz der Aktionen zu 70 Jahre DARC und 30 Jahre RSV

Sonderrufzeichen 70 Jahre

Die beiden vorwiegend durch die Distrikte betriebenen Rufzeichen DF7ØDARC (z. Zt. mehr als 68.000 QSOs) und DP7ØDARC (z. Zt. mehr als 65.000 QSOs) bringen es bisher zusammen auf über 134.000 QSOs. Das sind deutlich weniger als bei der Aktion "65 Jahre DARC" in 2015.

Andererseits sind die Teilnehmerzahlen bei Contesten in diesem Jahr überall coronabedingt in die Höhe geschnellt: www.darc.de/der-club/referate/dx/qso-statistik.

Die Zahl der ausgestellten Jubiläumsdiplome wird über 500 liegen (aktuell 478) und damit leicht über den Ergebnissen von 2015. Das zeigt, dass hier doch ein großes Interesse vorhanden war bzw. ist. Die Diplombedingungen waren nicht so schwierig wie 2015 (auch wegen der Ausbreitungsbedingungen), aber einfach war es trotzdem nicht. DM3ØRSV startete erst im März und machte bis zum WAG im Oktober 36.503 QSOs. Hier wurden bislang 212 Diplome ausgegeben. Da haben die Thüringer ein überdurchschnittlich großes Engagement gezeigt.

Im September ist DK7ØDARC mit dem neu gebildeten DARC-Team SES an den Start gegangen. Diese kleine tatkräftige Truppe hat seitdem schon knapp 17.000 QSOs gefahren und das eigens dafür kreierte Sonderdiplom wurde bis heute 210-mal ausgegeben.

Darüber informiert Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR.

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Keine Amateurfunkprüfungen bis 20.1.2021

Die Bundesnetzagentur meldet auf ihrer Webseite, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit der dynamischen Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19) bis vorerst Mitte Januar 2021 keine Amateurfunkprüfungen mehr stattfinden. Prüfungstermine ab dem 20.01.2021 bleiben zunächst unter Vorbehalt bestehen.

Weiterhin bittet die Bundesnetzagentur darum, auf Anmeldungen zu Prüfungen zu verzichten und erst dann Anträge auf Zulassung zur Teilnahme an einer Amateurfunkprüfung zu stellen, wenn neue Prüfungsplätze veröffentlicht wurden. Hierüber wird die Bundesnetzagentur zu gegebener Zeit informieren.

Den Link zur Mitteilung der BNetzA finden Sie unter: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/amateurfunk_node.html?fbclid=IwAR3bWVbQKuNMH_lGIEsTS_ljzVTWTQRXJBOBMmoxd3y7_OA2DBQRBvDg7v4

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Änderungen bei Frequenzbereichen in Finnland

Am 24.4.2020 traten in Finnland neue Bestimmungen zur Frequenzzuweisung in Kraft. Das 23-cm-Band 1240–1300 MHz ist seitdem in Finnland kein Amateurfunkband mehr. Der Bereich 23 cm darf nur noch mit Sondergenehmigung benutzt werden, die zeitlich befristet erteilt werden kann, solange das Galileo-System noch nicht vollständig in Betrieb ist. Durch den Verlust des 23-cm-Bandes sind in Finnland u.a. wesentliche Möglichkeiten des Amateurfunk-Fernsehens entfallen. Der finnische Amateurfunkverband SRAL schlägt nun als Ersatz die Nutzung des Teilbereiches 220–225 MHz durch den Amateurfunkdienst vor.

Andererseits hat die finnische Fernmeldeverwaltung die Rundfunkdienste inzwischen aufgefordert, Frequenzbedarf anzumelden für den Broadcast-Frequenzbereich 470–960 MHz. Daraufhin schlug der finnische Amateurfunkverband Suomen Radioamatööriliitto SRAL der Behörde vor, eine Ausgabefrequenz für ATV in einem „Broadcast“-Status in diesem Frequenzbereich zuzulassen, und zwar im Bereich 902–928 MHz, der bereits in Region 2 durch den Amateurfunkdienst benutzt werden darf. Die zugehörige Eingabefrequenz könnte in einem anderen Frequenzbereich liegen, beispielsweise bei 2,4 GHz. Die Fernmeldebehörde teilte dazu allerdings mit, sie sehe die Aussendung eines Amateurfunkrelais nicht als „Broadcast“-Aussendung an und sehe auch wegen anderweitiger Nutzer im 900-MHz-Bereich keine Möglichkeit einer Zuweisung an den Amateurfunkdienst.

Zwischenzeitlich hat die Behörde die Funkdienste aufgefordert, Vorschläge zur künftigen Nutzung des in Finnland bis 31.3.2020 für digitale Fernsehsendungen benutzten und frei werdenden Frequenzbereiches 174–230 MHz zu machen. Diese Gelegenheit hat die SRAL nun ergriffen und schlägt als andere Möglichkeit des Ersatzes für das verlorene 23-cm-Band vor, die Nutzung des Teilbereiches 220–225 MHz durch den Amateurfunkdienst zu ermöglichen. Die Zuweisung 220–225 MHz würde der Frequenzzuweisung an den Amateurfunkdienst in der Region 2 entsprechen. Darüber berichtet Gerd Latzin, DL2SB/OH5SB, vom DARC-Auslandsreferat

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Deutschland-Rundspruch 49/2020, 50. KW

Bild Deutschland-Rundspruch

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Deutschland-Rundspruch 49/2020, 50. KW

Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab Donnerstag, den 10. Dezember 2020, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter www.nord-ostsee-rundspruch.de/category/deutschland-rundspruch auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei finden Sie im eingeloggten Zustand unter www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 49 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 50. Kalenderwoche 2020. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Täuschungsversuche durch Rufzeichenmissbrauch - Gefälschte E-Mails im Umlauf
- Startfenster für Fox-1E-Satellit öffnet sich
- Neue Regelungen im Ausland
- Hilfe für die Repeatermap gesucht
- Traditionssendung "Gruß an Bord"
- 39. Bergheimer Amateurfunk-Flohmarkt findet nicht statt
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Täuschungsversuche durch Rufzeichenmissbrauch - Gefälschte E-Mails im Umlauf

Aktuell kursieren E-Mails, in denen Kriminelle eine andere Identität vortäuschen, um beispielsweise Kontostände abzufragen und zu Überweisungen aufzufordern. Da der Absender ein bekanntes Rufzeichen in der Adresse verwendet, entsteht beim Empfänger der Eindruck, die E-Mail stamme tatsächlich von einem anderen Mitglied aus dem Ortsverband oder Distrikt.
Wir bitten um Vorsicht - insbesondere, wenn es um geforderte Transaktionen geht. Bitte prüfen Sie, auch wenn Sie die Person zu kennen scheinen, sorgfältig die Absenderadresse und suchen Sie im Zweifelsfall das persönliche Gespräch mit dem vermeintlichen Absender. Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen Täuschungsversuch handelt, antworten Sie nicht auf die E-Mail.

 

Startfenster für Fox-1E-Satellit öffnet sich

Wie die AMSAT berichtet, hat das private US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Virgin Orbit bekannt gegeben, dass sich das Startfenster für ihre Mission LauncherOne Launch Demo 2 am 19. Dezember öffnet. Dieser Start soll den AMSAT-Satelliten RadFxSat-2 (Fox-1E) in die Umlaufbahn bringen.
RadFxSat-2 ist wie sein Vorgänger RadFxSat (Fox-1B, jetzt AMSAT-OSCAR 91) aus einer Zusammenarbeit zwischen der Vanderbilt University und der AMSAT entstanden und ist der fünfte und letzte Satellit der Fox-1-Serie. Der Downlink verfügt über einen BPSK-Telemetriekanal mit 1200 bps für die Übertragung der wissenschaftlichen Daten sowie über einen 30 kHz breiten Transponder für den Amateurfunk. Telemetriedaten können mit FoxTelem Version 1.09 oder später decodiert werden. Die Software ist im Internet verfügbar [1]. Der Telemetrie-Downlink liegt auf 435,750 MHz. Der Transponder-Uplink ist bei 145,860 bis 145,890 MHz, der Transponder-Downlink bei 435,760 bis 435,790 MHz.
Die AMSAT ruft Funkamateure weltweit auf, sich an der Telemetrieerfassung zu beteiligen. Die AMSAT wird eine gedruckte 3D-QSL-Gedenkkarte an die erste Station senden, die die Telemetriedaten von RadFxSat-2 empfangen hat.

 

Neue Regelungen im Ausland

Im Ausland gibt es aktuell einige Änderungen bzw. Vorgänge, die den Funkbetrieb in den entsprechenden Ländern betreffen. In Belgien soll die Amateurfunkgenehmigung künftig das Format einer Kreditkarte aufweisen. Das hat die belgische Telekommunikationsbehörde BIPT angekündigt. Belgische Funkamateure müssen für den Vorgang nichts weiter veranlassen, informiert der belgische Amateurfunkverband UBA. Das Land Kroatien gehört nun zu einer kleinen Gruppe von Ländern, die Betrieb auf 40 MHz ermöglichen. Dragan, 9A6W, berichtet, dass ihm die nationale Telekommunikationsbehörde eine Experimental-Lizenz für den Bereich 40,660 MHz bis 40,700 MHz erteilt hat. Die Genehmigung ist ein Jahr gültig. Weitere entsprechende Frequenzzuteilungen haben in jüngster Zeit Irland, Slowenien und Südafrika erteilt. Im November wurde der Bandplan für Neuseeland aktualisiert. Interessanterweise gibt es darin noch immer eine Amateurfunkzuweisung für den Bereich 26,95 bis 27,3 MHz. Im Update wurde nun auch die 5-MHz-Zuweisung gestrichen - vorausgegangen waren militärische Interessen für diesen Frequenzbereich. Der neuseeländische Amateurfunkverband NZART arbeitet weiterhin daran, die Frequenzzuteilung bei 5 MHz auf Basis der WRC-15 wiederherzustellen. Auch die australische Regulierungsbehörde ACMA sagt "nein zu 60 m" - Glenn, VK4DU, der Präsident der Radio Amateur Society of Australia (WIA), teilt mit, dass die nationalen Bemühungen um einen sekundären Zugang zum 60-m-Band erfolglos geblieben sind. Eine entsprechende Entscheidung der ACMA war am 7. Dezember vorausgegangen. Im Hintergrund für die Entscheidung dürften auch hier militärische Interessen bestehen: "Das Verteidigungsministerium hat dem ACMA nicht-öffentliche Informationen zur Verfügung gestellt, um seine Position weiter zu untermauern", heißt es in einer Meldung. Über alle diese Informationen berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate.

 

Hilfe für die Repeatermap gesucht

In Deutschland ist die Repeatermap, die Karte über Daten von Relaisfunkstellen weltweit, inzwischen gut bekannt. Die Seite ist sogar per Smartphone bedienbar. Dort sind aktuell über 3700 Relaisfunkstellen in diversen Betriebsarten eingetragen. Häufige Ergänzungen, Korrekturen und Neueinträge aus DL werden praktisch täglich vorgenommen. Aber die Karte weltweit aktuell zu halten ist ohne Hilfe unmöglich. "Deshalb bitte ich alle Funkamateure um Unterstützung", ruft OM Winni, DL3XU, auf. "Viele von Euch haben Funkfreunde im In- und Ausland, mit denen Ihr Euch per Funk trefft. Macht diese auf die Repeatermap aufmerksam und bittet sie, Korrekturen und Änderungen über Relais in ihrer Region oder ihrem Land zu melden. Dazu sind auf der Seite Formulare hinterlegt, welche unter dem ‚+'-Zeichen zu finden sind. Die erbetene Mithilfe ist zum Nutzen aller Funkamateure weltweit, also ausgeübter HAM-Spirit. In Zeiten von CORONA und den damit verbundenen Einschränkungen bieten Relaisfunkstellen eine Möglichkeit, mit Funkfreunden den Kontakt zu halten. Man kann die Karte auch so laden, dass sie beispielsweise nicht auf dem Hamburger Raum startet, sondern auf einen anderen Ort zentriert ist. Wie das geht, findet ihr unter ‚Fragen und Antworten' auf der Webseite der Repeatermap [2]", so DL3XU weiter.

 

Traditionssendung "Gruß an Bord"

Was wäre der Heiligabend ohne die NDR-Info-Sendung "Gruß an Bord"? Es ist eine lange Tradition des Norddeutschen Rundfunks, die Seeleute auf Schiffen in aller Welt zu Weihnachten zu grüßen. Trotz der Corona-Pandemie wird der NDR auch in diesem Jahr die Botschaften von Angehörigen, Freundinnen und Freunden an Offiziere und Mannschaften übermitteln, die zu Weihnachten nicht zu Hause sein können. Allerdings kann die Sendung nicht wie gewohnt mit Live-Publikum in Leer und Hamburg aufgezeichnet werden. Daher bat die Redaktion bereits seit dem 11. November darum, Grüße per Mail oder Audiobotschaft zu schicken. Seit 1953 sendet der NDR die Traditionssendung "Gruß an Bord". In der Zeit von 19:00 bis 21:00 UTC, also 20 bis 22 Uhr MEZ sendet die Kurzwelle über diverse Frequenzen, die man im Internet nachlesen kann [3]. Darüber berichtet Ulrich Fenner, DL2EP, mit Verweis auf den NDR [4].

 

39. Bergheimer Amateurfunk-Flohmarkt findet nicht statt

Bedingt durch Corona kann der 39. Bergheimer Amateurfunk-Flohmarkt auch am Ausweichtermin, dem 6. März 2021 nicht stattfinden. "Wir hoffen, in 2022 wieder einen Flohmarkt in Bergheim veranstalten zu können und bitten Besucher und Händler um Ihr Verständnis", berichtet Franz-Dieter Wagner, DL5KCD. "Die bereits bezahlten Eintrittskarten und Standgebühren für 2020/2021 wurden bereits per Postbank oder - bei Online-Zahlung - per PayPal zurücküberwiesen. Die Sorge um die Gesundheit der Besucher, Händler und allen, die zum Gelingen einer solchen Veranstaltung beitragen, hat uns keine andere Wahl gelassen. In enger Zusammenarbeit mit der BM.CULTURA GmbH, dem Vermieter des Bürgerhauses, konnte hier eine Lösung gefunden werden, wir werden Euch auf unserer Webseite [5] informieren, sobald ein neuer Termin in 2022 gefunden wurde, in der Hoffnung, dass wir uns dann alle gesund wieder treffen können", führt DL5KCD für den Vorstand des OV Bergheim (G20) aus.

 

Aktuelle Conteste

12. bis 13. Dezember: ARRL 10 m Contest und International Naval Contest
19. Dezember: OK DX RTTY Contest und RAC Canada Winter Contest
19. bis 20. Dezember: Croatian CW Contest

Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 12/20 auf S. 64.

 

Der Funkwetterbericht vom 8. Dezember, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

Zunächst der Rückblick vom 1. bis 7.Dezember:
Die erste energetisch interessante Phase im 25. Sonnenfleckenzyklus liegt hinter uns. Sie begann am 24. November, als der solare Flux auf über 100 Einheiten anstieg. Sie endete am 5. Dezember. Höhepunkt war der impulsive M-Flare am 29. November. Er war begleitet von vielen C-Flares. Der solare Flux betrug 116 Fluxeinheiten und die Sonnenfleckenzahl 84. An diesem Tag stieg in unseren Breiten die MuF2-3000 - das ist die für 3000 km Sprungentfernung geltende Grenzfrequenz der F2-Schicht der Ionosphäre - auf 31,3 MHz. Das 10-m-Band war weltweit offen. Bis zum 3. Dezember erreichte die MuF2-3000 mittags immer noch fast 29 MHz. Vom 5. auf den 6. Dezember fiel der solare Flux um 10 Punkte auf 90 Einheiten und die MuF2-3000 verringerte sich auf etwa 24 MHz. Der lang andauernde C7-Flare am Abend des 7. Dezember war verbunden mit einem koronalen Masseauswurf und einem Tenflare, bei dem kurzzeitig die Intensität der UV-Strahlung auf 180 Fluxeinheiten anstieg. Das führte etwa zehn Minuten später um 18:00 UTC zu einem Radioblackout. Während des AGCW-Rundspruches auf 80 m war für etwa 10 Minuten kein Signal mehr lesbar. Das geomagnetische Feld war sehr ruhig bis auf kurze Störungen am 5. und 6. Dezember. Die DX-Bedingungen auf allen Bändern zwischen 80 und 15 m waren recht gut.

Vorhersage bis zum 14. Dezember:
Die sichtbaren Regionen 2790 und 2791 sind nach dem C7-Flare inaktiv. Die alte Region 2783 erscheint in vier Tagen wieder am östlichen Sonnenrand. Wir erwarten eine inaktive Sonne, Fluxwerte um 90 Einheiten und ein überwiegend ruhiges geomagnetisches Feld. Isolierte Störungen durch stärkeren Sonnenwind können am 11. Dezember auftreten. Die DX-Bedingungen auf allen Bändern zwischen 160 und 15 m sind schlechter als in der Vorwoche, aber immer noch interessant. Die MuF2-3000 steigt morgens nach 08:00 UTC auf etwa 23 MHz. In der Nacht liegt sie unter 10 MHz.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:54; Melbourne/Ostaustralien 18:51; Perth/Westaustralien 21:00; Singapur/Republik Singapur 22:54; Tokio/Japan 21:36; Honolulu/Hawaii 16:56; Anchorage/Alaska 18:53; Johannesburg/Südafrika 03:07; San Francisco/Kalifornien 15:12; Stanley/Falklandinseln 07:34; Berlin/Deutschland 07:02.

Sonnenuntergang: : New York/USA-Ostküste 21:28; San Francisco/Kalifornien 00:51; Sao Paulo/Brasilien 21:43; Stanley/Falklandinseln 00:03; Honolulu/Hawaii 03:49; Anchorage/Alaska 00:42; Johannesburg/Südafrika 16:50; Auckland/Neuseeland 07:29; Berlin/Deutschland 14:53.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie dazu Ihr Passwort stets griffbereit auf!

Dies war der letzte offizielle Deutschland-Rundspruch für das Jahr 2020. Am Donnerstag, den 17. Dezember, wird es noch einen Weihnachtsrundspruch geben. Der erste Deutschland-Rundspruch im neuen Jahr wird am 7. Januar 2021 gesendet.

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.amsat.org/foxtelem-software-for-windows-mac-linux/
[2] repeatermap.de
[3] www.ndr.de/nachrichten/info/programm/Gruss-an-Bord-So-empfangen-Sie-die-Sendung,grussanbord624.html/
[4] www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/Gruss-an-Bord-2020,grussanbord306.html/
[5] ov-g20.de
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste

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Quelle: https://www.darc.de/home/