Angst und Unsicherheit herrschen seit Oktober 2013 in dem bayerischen Dorf Obereggersberg. Der Grund dafür ist eine ganz normale Mobilfunk-Basisstation.

Das Dorf liegt in einem Talkessel und ist bisher mobilfunktechnisch schlecht erschlossen. Überragt wird das Dorf von einem Schloss aus dem 17. Jahrhundert, das als Hotel und Tagungsstätte genutzt wird. Um seinen Gästen eine einwandfreie Mobilfunkversorgung zu bieten, hat der Betreiber der Hotelanlage beschlossen, zusammen mit der Deutschen Telekom im Dachstuhl des historischen Schlossgebäudes eine Mobilfunkstation zu installieren.

Es handelt sich um eine herkömmliche Mobilfunk-Basisstation für GSM und LTE 800. Die Anlage soll in erster Linie der Versorgung des Gebäudes dienen, aber auch die mangelhafte Mobilfunkversorgung in der Umgebung verbessern. Eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur liegt vor. Selbst bei hundertprozentiger Auslastung würden die Emissionen der Anlage nach Angaben des Betreibers nur wenige Prozent des zulässigen Grenzwertes erreichen.

Dennoch hat die geplante Errichtung der Basisstation bei einem Großteil der Dorfbewohner zu einem Sturm der Entrüstung geführt. Sie fühlen sich bei Planung übergangen und befürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen durch das elektromagnetische Feld, das von der Anlage ausgehen wird.

Maßgeblich beteiligt an der Verunsicherung der Dorfbewohner sind Funktionäre der "Ökologisch Demokratischen Partei" (ÖDP). So schrieb ein Bewohner in einem Leserbrief an die Ortspresse, er habe "dank der fachkundigen Auskunft" eines ÖDP-Funktionärs erfahren, welche "Gefahren für die Bevölkerung" von der geplanten Mobilfunkanlage ausgehen. Durch die Anlage würden die Dorfbewohner "einer elektromagnetischen Strahlung von 475.000 Nanowatt pro Quadratzentimeter oder höher ausgesetzt". "Dies" - so der Leserbriefschreiber weiter - "bedeutet, dass wir einer Belastung standhalten müssten, als wären wir Würstchen in einer Mikrowelle". Der geplante "hochfrequente Sendemast" würde "ab einer Entfernung von 100 Metern so stark (strahlen), dass die Anwohner inklusive aller Kinder in ihrer nächtlichen Tiefschlafphase gestört werden". Dadurch werde "das Immunsystem aller Bewohner, die in der Nähe eines LTE-Funkmastes wohnen, geschwächt".

Qualifizierte Fachleute können über solche Aussagen nur den Kopf schütteln - so auch Prof. Dr. Alexander Lerchl von der Bremer Jacobs-Universität. Dr. Lerchl war bis zum Jahre 2012 Vorsitzender des Ausschusses "Nichtionisierende Strahlung" bei der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK), die die Bundesregierung in Strahlenschutzfragen berät.

In einem Leserbrief an die örtliche Presse schreibt Dr. Lerchl, er verfolge die Diskussionen mit zunehmender Verwunderung. Es sei "spätestens seit 2011 anerkanntes Fachwissen, dass von Mobilfunkstationen keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht". Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe dies kürzlich noch einmal bekräftigt. Die Diskussion um mögliche Gefährdungen durch Mobilfunkstationen sei "wissenschaftlich beendet". Warum sie dennoch immer wieder aufgewärmt wird, sei ihm, Lerchl, schleierhaft. Vermutlich gebe es "Interessen jenseits der vernunftbasierten Kommunikation".

Inzwischen deutet sich ein Kompromiss an: Der Schlossbesitzer und die Deutsche Telekom haben sich bereit erklärt, dasjenige Antennensegment der geplanten Sendeanlage, das auf das Dorf gerichtet ist, nicht in Betrieb zu nehmen. Obereggersberg hat damit gute Aussichten, weiterhin im Mobilfunkschatten zu verbleiben.

Dennoch hat die Gemeinde beschlossen, erst einmal ein Gutachten über die zu erwartende "Strahlung" in Auftrag zu geben. Mit der Untersuchung soll das "Umweltinstitut München" beauftragt werden. Bei dem "Umweltinstitut München" handelt es sich um einen mobilfunkkritischen Verein, der u.a. eine Verschärfung der Grenzwerte für Funkanlagen und Warnhinweise auf Handys fordert. Einem Pressebericht zufolge soll das Gutachten des Münchner Vereins rd. 6900 Euro kosten. Weil das "Umweltinstitut München" nicht vom Landesamt für Umwelt als Fachbüro anerkannt sei, gebe es für das Gutachten keine Zuschüsse aus Landesmitteln in Höhe von 90 Prozent.

Eine Diskussion, in der auch weitere Hintergründe dieses Falles beleuchtet werden, findet im Internet im "IZgMF-Forum" unter http://tinyurl.com/izgmf-eggersberg statt.

- wolf -

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Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/041213.htm

73 de Hans!

 

*** Bitte an Interessierte weiterverbreiten ***

Liebe YLs und OMs,

am Samstag den 30.11.13 von 18:00 bis 18:45 Uhr MEZ wurde im im Dritten Bayerischen Fernsehprogramm (BR3) die Sendung "Zwischen Spessart und Karwendel" ausgestrahlt wo über Interessantes und Kurioses aus Bayern berichtet wird.

Diesmal hat der Amateurfunk eine wichtige Rolle gespielt, die Redaktion widmete uns einen von 4 Beiträgen mit 10 Minuten Dauer.

Dieser Beitrag war eine relativ seltene Gelegenheit, eine recht umfangreiche und objektive Reportage über den Amateurfunk in dieser Sendereihe eines öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramms unterzubringen. Es werden ausführlich mehrere Aspekte unseres schönen Hobbys wie Notfunk, Behindertenintegration, sowie die klassischen Themen wie CW und DX-Jagd dargestellt, dazu auch Hinweise auf die Arbeit des DARC.

Leider wurden viele in den drei Drehtagen gefilmte Beiträge, z.B. im Jugendzentrum Vaterstetten und mit YL Maggie dann doch nicht gezeigt, aber in 10 Minuten kann man halt nicht so viel unterbringen, Das war etwas enttäuschend. Aber immerhin, unser Hobby wurde mal ausführlich und positiv dargestellt nicht immer nach dem Motto "Nerds und Elektrosmog"

Gezeigt wurden meine Wenigkeit (DF2NU) OM Peter Lehmpfuhl (DK1PRM) ein QSO mit Mitch Wolfson in Florida (K7DX) und Stefan Unterstrasser in München (DK1MSU)

Für alle, die den Filmbeitrag nochmals ansehen oder downloaden möchten, hier die Links:

Vorankündigung:

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/amateurfunker-100.html

Der Film selbst in der BR MediaThek (ist bis zum 07.12.13 abrufbar):

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/amateurfunker-112.html

Herzliche Grüße, Rainer DF2NU

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Rainer Englert (DF2NU)
OVV München-Süd C18
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Hier mal ein Bericht von den Digitalen Stromzählern mit Datenübermittlung

(Ein Derivat von PLC)

http://fm4.orf.at/stories/1713031/

Dazu auch ein Video:

http://tvthek.orf.at/program/heute-konkret/4660549/heute-konkret/7172695/Smartmeter-killt-Funkuhr/7172698

Quelle: www.orf.at

Gruss Andy (DF5LR)

Auch der Funkfreunde Landshut e.V. wehrt sich gegen die Einführung der umstrittenen neuen "Powerline-(PLC-)Norm" EN 50561-1.

Der Verein hat dazu am 16. November 2013 eine Petition beim Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eingereicht.

73 de Hans!

Weiterführende Links:

Wortlaut des Entwurfs FprEN 50561-1:
http://cq-cq.eu/EN50561_Draft.pdf

Funkamateur bittet: Schickt eine PLC-Petition ans EU-Parlament:
http://www.funkmagazin.de/301013.htm

"Das trojanische Pferd ..." - Stellungnahme von Karl Fischer, DJ5IL:
http://cq-cq.eu/DJ5IL_rt004d.pdf

Vor- und Nachteile des Entwurfs FprEN 50561-1 - von Christian Entsfellner, DL3MBG (DARC): http://uska.ch/fileadmin/download/USKA/Vorstand/2-dyn/PLC_PDF/PLC-Diskussion-DL.pdf

Das EU-Petitionsrecht steht jedem Bürger zu, der seinen Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat. Die Einreichung einer Petition kann auf schriftlichem Wege oder online erfolgen. Weitere Informationen zum EU-Petitionsrecht sind im Internet unter http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00533cec74/Petitionen.html zu finden.

TV-Tipp:
Funken - das vergessene "soziale Netzwerk"

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Tipp: www.funkmagazin.de

73 de Hans!

DARC
Neuer AMSAT-Oscar im Orbit
FUNcube-1-Team bittet Funkamateure um Unterstützung

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73 de Hans!

Das Thema "Schutz vor elektromagnetischen Feldern" war offensichtlich auch Gegenstand der Verhandlungen zur Bildung einer "Großen Koalition".

In einem am 25. November 2013 veröffentlichten "1. Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD" ist unter dem Titel "Umwelt und Gesundheit" folgender Passus enthalten:

"Es wird geprüft, wie der Schutz der Menschen vor nichtionisierender Strahlung, z.B. Ultraschall und Laser, und vor elektromagnetischen Feldern verbessert werden kann."

Weitere Informationen zu diesem Vorhaben sind derzeit leider nicht vorhanden.

Der vollständige Wortlaut des Entwurfs des Koalitionsvertrages kann im Internet unter http://tinyurl.com/koalitionsvertrag-1entwurf heruntergeladen werden.

- wolf -

Update vom 27.11.2013:
Auch in der finalen
Fassung des Koalitionsvertrages ist der besagte Passus - abgesehen von einem zusätzlichen Satzzeichen - unverändert enthalten.
(Download unter
http://tinyurl.com/koalitionsvertrag-final)

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/251113a.htm

73 de Hans!

Auch in diesem Jahr hat der Verlag für Technik und Handwerk (vth) wieder ein Amateurfunk-Sonderheft herausgebracht.

Themen der diesjährigen Ausgabe sind u.a. Anwendungsbeispiele mit dem DDS-Synthesizer AD9850, Android-Apps auf dem PC, AVR-Programmierung mit Luna, Simulationen mit eXact, Bauvorschläge für einen digitalen Sinusgenerator bis 40 MHz und eine einfache Dummy Load sowie Testberichte zum DAB-Radio "Albrecht DR333" und zur Software Abacom AudioWave.

Auf der beiliegenden DVD sind u.a. Programme zur Antennen-Berechnung und -Simulation, Audio-Generatoren, Bakensoftware, Programme für div. Digimodes, Telemetriedecoder für Amateurfunksatelliten, Berechnungsprogramme für HF und Elektronik, Morsesoftware sowie das Gratisbuch "Aktivantennen" enthalten.

Das Heft kostet 12,80 Euro und ist im einschlägigen Zeitschriftenhandel erhältlich.

Das Amateurfunk-Sonderheft ist aus der Zeitschrift "funk" hervorgegangen, die viele Jahre bei vth erschien. Im Jahre 2005 verkaufte vth die "funk" an den Berliner Verlag "Box 73 Amateurfunkservice GmbH", der das Blatt in die Zeitschrift "Funkamateur" integrierte. Neben dem jährlichen Amateurfunk-Sonderheft erscheinen bei vth zahlreiche Fachbücher zu Hobbyfunk-Themen.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/251113.htm

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"Elektroniknet"
Funkamateure helfen nach der Taifun-Katastrophe

73 de Hans!

 

Einen fragwürdigen Zusammenhang zwischen den terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) und dem CB-Funk als möglichem Kommunikationsmittel der NSU-Mitglieder hat der Nachrichtensender N24 hergestellt.

In einer Dokumentation mit dem Titel "Der NSU - eine Spurensuche", die am 4. November 2013 ausgestrahlt wurde, lässt der Sender einen sog. "Geheimdienstexperten" namens Bodo Wegmann zu Wort kommen. Wegmann geht davon aus, dass sich die Mitglieder des NSU nicht dauernd in der Zwickauer Wohnung von Beate Zschäpe aufgehalten haben. Er vermutet, dass es in der Umgebung der Wohnung weitere Verstecke gegeben hat und dass die NSU-Mitglieder für ihre Kommunikation CB-Funk verwendet haben könnten.

Wegmann stützt seine These darauf, dass in der ausgebrannten Wohnung von Zschäpe ein (nicht näher bezeichnetes) "CB-Funkgerät" gefunden worden sei. Als weiteres Indiz sieht Wegmann offensichtlich einen "großen Funkmast", den das N24-Team in knapp drei Kilometer Entfernung von der Wohnung "mitten im Wald" ausfindig gemacht hat. Es sei gut möglich - so heißt es in dem TV-Beitrag - dass die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos dort in der Nähe ein zweites Versteck hatten und von dort aus per CB-Funk ihre Treffen mit Beate Zschäpe verabredeten.

Bei näherer Betrachtung des besagten "Funkmasts" sind Zweifel an dieser These angebracht: Es handelt sich um einen mindestens 10 Meter hohen, weithin sichtbaren Stahlgittermast, der mit zahlreichen Antennen (darunter Yagi-Antennen für den UHF- und VFH-Bereich) bestückt ist und augenscheinlich zu einer gut ausgestatteten Amateurfunkanlage oder einer gewerblichen Sendefunkanlage gehört. Es ist unwahrscheinlich, dass mit einer solchen Anlage die Nahbereichskommunikation einer terroristischen Vereinigung mittels CB-Funk abgewickelt worden sein soll.

Wegmann teilt derartige Zweifel offenbar nicht. Er hat, wie N24 berichtet, Bilder des "Funkmasts" und der Umgebung "den ermittelnden Behörden zur Verfügung gestellt".

Die N24-Dokumentation ist (zeitlich befristet) in der Mediathek des Senders unter http://tinyurl.com/n24-nsu-spurensuche abrufbar. Der besagte "Funkmast" ist dort ab Minute 17:45 zu sehen. Ein Bild des ominösen "Funkmasts" ist unter http://imageshack.com/a/img96/5674/3mze.jpg zu finden.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/151113.htm

73 de Hans!