Die Bundesnetzagentur (BNetzA) will im Jahre 2013 verstärkt mit dem Zoll und anderen Marktüberwachungsbehörden zusammenarbeiten. Das geht aus dem Entwurf eines "Vorhabenplans" der BNetzA für das Jahr 2013 hervor, den die Behörde in ihrem Amtsblatt 24/2012 veröffentlicht hat.

Ziel der verstärkten Zusammenarbeit sei es, "die Einfuhr zum freien Warenverkehr nicht konformer Produkte aus Drittländern zu verhindern". Besonderes Augenmerk soll dabei auf "Angebote in elektronischen Medien, wie z.B. Internetauktionsplattformen, Online-Shops etc." gelegt werden, Die Behörde begründet dies damit, dass "die Vertriebswege sich zunehmend auf das Internet verlagern".

"Nicht konforme Produkte" sind solche Geräte, die nicht den Anforderungen der europäischen EMV-Richtlinie bzw. der R&TTE-Richtlinie entsprechen. In diesen Richtlinien sind insbesondere Regelungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit von Geräten und zum "Inverkehrbringen" von Funkanlagen festgelegt.

Die Zusammenarbeit der BNetzA mit dem Zoll ist nicht neu. In ihrem Jahresbericht 2011 gab die Behörde bekannt, dass der Zoll sie über 2821 Sendungen informiert habe, bei denen der Verdacht bestand, dass "enthaltene Produkte gegen die gesetzlichen Regelungen verstoßen". In 80 Prozent dieser Fälle sei bewirkt worden, dass die Produkte in der vorliegenden Form nicht in Verkehr gebracht werden durften.

Im August 2011 hatte ein Fall für Schlagzeilen gesorgt, bei dem der Zoll einem Funkamateur die Herausgabe eines in Fernost bestellten Billigfunkgerätes verweigert hatte (das Funkmagazin berichtetemehrfach).

Außerdem will sich die BNetzA auf dem Gebiet der Marktüberwachung auch international stärker engagieren. Dazu heißt es im Vorhabenplan: "In nationalen und internationalen Gremien sollen auf Grund der bisherigen Erfahrungen Anpassungen am Prozess "Marktüberwachung" vorgeschlagen werden, um eine höhere Effizienz zu erreichen und die Wirksamkeit der konkreten Maßnahmen (wie z.B. Vertriebsverbote) zu erhöhen."

Der "Runde Tisch Amateurfunk" (RTA) zeigte sich erfreut darüber, dass die BNetzA im Jahre 2013 einen Schwerpunkt auf die Marktüberwachung legen will. In einem Brief an die BNetzA vom 10. Januar 2013 regte der RTA an, dass die Behörde auch die im Ordnungswidrigkeiten-Gesetz vorgesehenen Möglichkeiten zur Gewinnabschöpfung bei Händlern, die sich nicht an die Vorschriften halten, voll ausschöpfen solle. Es gehe nicht an - so der RTA - dass "die 'Schwarzen Schafe' allenfalls mit einem symbolischen Bußgeld belegt werden, um anschließend bedenkenlos erneut und auch noch mit Profit tätig zu bleiben". Bereits im April 2012 habe das Wirtschaftministerium "eine positive Zusage gemacht, dass man sich dieser Forderungen (Transparenz, d. h. Benennung der 'Schwarzen Schafe', und signifikante Bußgelder) annehmen" wolle. Bisher sei dies noch nicht nachvollziehbar umgesetzt worden.

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 73 de Hans!

Das ging ja schnell: Die österreichische Internet-Plattform "CB-Funk Austria" hat am 3. Januar 2013 ihren Betrieb unter neuer Leitung wieder aufgenommen.

Der bisherige Betreiber, Heimo Poiss, hatte am 24. Dezember vergangenen Jahres den Betrieb der Plattform eingestellt (das Funkmagazin berichtete). Daraufhin fanden sich engagierte Funkfreunde, die bereit waren, das Projekt fortzuführen.

Die neue Website von "CB-Funk Austria" ist unter der altbekannten Adresse www.cb-funk.at erreichbar. Auch der von "CB-Funk Austria" ins Leben gerufene "European Day of QSO" soll weiterhin bestehen bleiben.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/030113.htm

73 de Hans!

Januar 2012

Ein Bonbon für Nostalgie-Fans zum Jahresanfang: Funkhändler Thiecom bringt mit der "Super Star Lord" ein CB-Funkgerät auf den Markt, das mit seinem chromblitzenden Äußeren an Geräte aus den Anfangszeiten des CB-Funks erinnert. Die Freude ist von kurzer Dauer: Der chinesische Hersteller hat die "Ländernormen" falsch programmiert; das Gerät verschwindet schon nach drei Monaten wieder vom deutschen Markt.

Auch Österreich setzt auf den CB-Funk zur Verhinderung von Verkehrsunfällen an Autobahnbaustellen. Der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG gibt bekannt, dass er Baustellenabsicherungen mit CB-Funk-Warnsendern ausstattet. In Deutschland haben sich solche Warnsender seit mehr als drei Jahren bewährt.

Personalwechsel beim DAKfCBNF: Der Vorsitzende des Vereins, Bernd Böhle, tritt zum Monatsende von seinem Amt zurück. Bis zur nächsten Wahl übernimmt der bisherige Geschäftsführer Heinz-Hermann Kück kommissarisch den Vorsitz.

Februar 2012

Ein CB-Klassiker kehrt zurück: Alan will das Mobilfunkgerät "Midland 8001" neu auflegen. Das Gerät präsentiert sich nur äußerlich im klassischen Look; das Innenleben wurde völlig überarbeitet und entspricht jetzt dem Stand der Technik.

Die BNetzA teilt dem Funkmagazin auf Anfrage mit, dass sie seit Mitte 2007 NULL Standortbescheinigungen für CB-Funkanlagen erteilt hat. Standortbescheinigungen sind für Funkanlagen - auch CB-Funkanlagen - erforderlich, wenn deren Strahlungsleistung 10 Watt EIRP oder mehr beträgt.

Nostalgie-Look scheint wieder in Mode zu kommen: Funkhändler Thiecom bietet ein SSB-Mobilfunkgerät mit der Bezeichnung "Super Jopix 2000" an, das mit seiner silbernen Frontblende auffallend an die klassischen "Export"-Funkgeräte der "Superstar"-Serie erinnert.

März 2012

CB-Funk geht in die Luft - und das gleich zwei Mal. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden starten engagierte Funkfreunde Freiballons mit CB-Nutzlast. Zahlreiche CB-Funker verfolgen an ihren Funkgeräten und im Internet die Flugbahn der Ballons.

Tagung des DAKfCBNF im thüringischen Bad Frankenhausen. Der kommissarisch eingesetzte Vorsitzende Heinz-Hermann Kück wird in seinem Amt bestätigt; zum neuen Geschäftsführer wird Lutz-Wolf Zimmer gewählt. Die Teilnehmer diskutieren über die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Vereins im November dieses Jahres. Weitere Informationen dringen nicht nach draußen.

Die schweizerische Funkaufsichtsbehörde BAKOM gibt bekannt, dass der CB-Funk in der Schweiz ab 2013 anmelde- und gebührenfrei wird. Bisher durfte CB-Funk in der Schweiz nur mit einer "Bewilligung" betrieben werden, die jährlich 12 Franken kostete; hinzu kam eine jährliche Verwaltungsgebühr von 60 Franken.

April 2012

Lange hat's gedauert: Die neue "CB-Funk-Norm" EN 300433 hat endlich ihren Weg in das Amtsblatt der Europäischen Union gefunden. Die Norm war bereits im Juli 2011 von ETSI publiziert worden.

Neues von der Firma Cobra: Das amerikanische Unternehmen bringt nach mehr als zweieinhalb Jahren wieder ein neues CB-Mobilfunkgerät auf den deutschen Markt. Das recht futuristisch aussehende Gerät wird von Cobra-Generalimporteur Maas vertrieben. In den USA gilt Cobra im CB-Bereich als Marktführer; in Deutschland ist das Unternehmen nur mit wenigen Modellen präsent.

Eine Gesetzesänderung des FTEG macht's möglich: Das Wirtschaftministerium darf künftig einen neuen "FTEG-Beitrag" erheben. Außerdem können Verstöße gegen die BEMFV als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld geahndet werden. Dazu muss aber noch die entsprechende Rechtsverordnung geändert werden.

Die DCBO richtet zum vierten Mal den AM-Kontest aus. Der Kontest soll u.a. an die Anfangszeiten des CB-Funks in Deutschland erinnern - damals war AM die vorherrschende Modulationsart - und einen Anreiz bieten, mit älteren CB-Funkgeräten wieder Betrieb zu machen.

Die BNetzA weist den Widerspruch eines CB-Funkers gegen die geänderte CB-Allgemeinzuteilung zurück. Der CB-Funker hatte seinen Widerspruch u.a. damit begründet, dass die in der Allgemeinzuteilung festgelegten Leistungsgrenzen in der theoretischen Rechengröße "ERP" definiert sind, deren Einhaltung ein Nutzer ohne Fachwissen nicht überprüfen kann. Die BNetzA meint dagegen, dass es für die Rechtmäßigkeit der Bestimmungen unerheblich sei, ob ein Frequenznutzer deren Einhaltung selbst überprüfen könne. Man habe lediglich europäische Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt.

Mai 2012

Die DCBO tagt im hessischen Trebur-Astheim. Marius Kroh Kroh von der Firma Alan ist zu Gast und nimmt ausführlich Stellung zur Marktsituation des CB-Funks und dessen Zukunftsperspektiven.

Der Bundestag hat das TKG geändert: Die bisherige "Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung " heißt künftig "Frequenzverordnung"; aus dem "Frequenznutzungsplan" wird der "Frequenzplan". Für Hobbyfunker ändert sich in der Praxis nichts.

President bringt das "Blackbox"-CB-Mobilfunkgerät "William ASC" auf den Markt. Wie bei Blackbox-Geräten üblich erfolgt die Bedienung ausschließlich über das Fernbedienungsmike. Das Innenleben des Geräts entspricht dem kürzlich erschienenen Modell "Thomas ASC" vom gleichen Hersteller.

Das Wirtschaftmisterium beauftragt die BNetzA, eine Lösung zur "10-Watt-EIRP-Regelung" im CB-Funk zu schaffen. Das Problem besteht darin, dass ab einer Strahlungsleistung von 10 Watt EIRP auch für CB-Funkanlagen eine kostenpflichtige Standortbescheinigung erforderlich ist. Die Ermittlung des EIRP-Wertes erfordert jedoch Fachwissen, das bei Nutzern eines Jedermannfunks nicht vorausgesetzt werden kann.

Der Gründer und Vorsitzende der Amateurfunkvereinigung AGZ, Dr. Ralph P. Schorn, verstirbt plötzlich und unerwartet. Die traurige Meldung macht auch viele CB-Funkfreunde betroffen. Im AGZ-Rundspruch "HamRadio 2day" hatte Dr. Schorn mitunter auch zu CB-Themen Stellung bezogen.

Juni 2012

Die DFA tagt im im brandenburgischen Lauchhammer am Rande eines Funkertreffens. Personelle Veränderungen gibt es nicht. Der Verein beschließt, künftig nur noch einmal im Jahr zu tagen.

Zum elften Mal sorgt der "Radio Activity Day" für regen Funkbetrieb auf den CB-Funk-Kanälen. Die Veranstaltung wurde im Jahre 2002 von dem Journalisten Alexander Eisele ins Leben gerufen und wird seit zehn Jahren von den "Funkfreunden Nordbaden" durchgeführt.

AUS nach 26 Jahren: Die "Arge CB-Funk Südwest" beschließt ihre Auflösung. Die Arge gehörte zu den ersten Vereinigungen, die seinerzeit dem Deutschen Arbeitskreis für CB- und Notfunk beitraten.

Die Tschechische Republik hat die deutsche FM/AM/SSB-Regelung im CB-Funk übernommen. Somit dürfen dort alle CB-Funkgeräte mit den in Deutschland erlaubten Parametern betrieben werden. Tschechien ist das einzige europäische Land, das sich der deutschen 80-Kanal-Regelung angeschlossen hat.

Juli 2012

Die eQSO-Plattform "Gateway-Deutschland.de" geht in neue Hände über. Der Gründer und bisherige Betreiber, Ingo Koch, zieht sich aus personlichen Gründen zurück.

Die BNetzA veröffentlicht eine neue Allgemeinzuteilung für PMR/DMR446-Geräte. Die bisher getrennten Zuteilungen für analoge PMR446- und digitale DMR446-Geräte sind jetzt in einer Allgemeinzuteilung zusammengefasst. Geräte mit feststellbarer PTT-Taste sowie VOX-gesteuerte Geräte ohne PTT müssen ab Januar 2014 eine Sprechzeitbegrenzung von 180 Sekunden aufweisen.

August 2012

Die BNetzA teilt einem Redakteur der Zeitschrift "Funkamateur" auf Anfrage mit, dass es erlaubt sei, externe Antennen an PMR446-Funkgeräte anzuschließen. Allerdings empfiehlt die Behörde, nur "herstellerseitig gelieferte Antennen zu verwenden". Offensichtlich gibt es zu diesem Thema innerhalb der BNetzA unterschiedliche Auslegungen: Ende 2012 hatte ein Behördenmitarbeiter gegenüber der DFA erklärt, dass schon der Begriff "Handsprechfunkgerät" die Verwendung "beliebiger Antennen" ausschließe.

Zum dritten Mal richtet die DCBO den SSB-Kontest aus. Erstmals können auch CB-Stationen aus der Schweiz teilnehmen. Funkfreunde aus Österreich müssen sich noch gedulden; die dortige Fernmeldeverwaltung hat SSB im CB-Funk noch nicht freigegeben.

Die BNetzA veröffentlicht die Höhe der TKG- und EMVG-Beiträge für das Jahr 2008(!). Funkamateure sollen insgesamt 27,20 Euro zahlen; für den CB-Funk werden keine Beiträge erhoben.

September 2012

CB-Legende Reinhard Mader stellt zusammen mit der Firma GSC Electronic-Center ein CB-Funk-Semiduplex-Relais vor. Die Besonderheit: Das Relais arbeitet mit nur einer gemeinsamen Antenne für den Sende- und Empfangszweig. Reinhard Mader ist alten CB-Funkfreunden wohlbekannt: Er war in den siebziger Jahren Gründer und Inhaber der Firma "Mader", deren CB-Funkgeräte damals einen legendären Ruf besaßen.

Die BNetzA entrümpelt ihren Vorschriften-Dschungel und setzt eine uralte CB-Zulassungsvorschrift aus dem Jahre 1996 außer Kraft. Die Inhalte dieser Vorschrift waren längst veraltet: Ein Zulassungsverfahren, wie es noch 1996 vorgeschrieben war, gibt es heute nicht mehr.

CB-Funker entdecken neue Digimodes aus dem Amateurfunkbereich. Solche Digimodes arbeiten mit energieeffizienten digitalen Übertragungsverfahren und ermöglichen es dadurch, mit geringer Sendeleistung weite Entfernungen zu überbrücken. Insbesondere das Programm "ROS" hat es den CB-Funkern angetan.Der Entwickler von "ROS", der spanische Funkamateur Jose Alberto, ist sehr kooperativ und passt sein Programm an die Bedürfnisse des CB-Funks an.

Das Internet-Forum "funkbasis.de" feiert zehnjähriges Bestehen. Das beliebte Forum hat sich im Laufe der Jahre zum wohl meistfrequentierten Hobbyfunk-Forum im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Oktober 2012

President kündigt ein neues CB-Handfunkgerät mit der Bezeichnung "Randy II" an. Das kompakte, robust anmutende AM/FM-Gerät ist spritzwassergeschützt und wird mit einem 2100-mAh-Lithium-Ionen-Akku geliefert.

Die BNetzA bittet zur Kasse: Nachdem die Behörde im August die Höhe der TKG- und EMVG-Beiträge für das Jahr 2008 verkündet hatte, verschickt sie jetzt die entsprechenden Beitragsbescheide. Die plötzliche Eile hat einen Grund: Ende dieses Jahres wären die Ansprüche der Behörde aus dem Jahre 2008 verjährt. Mit Flugfunkern des Deutschen Aero-Clubs schließt die BNetzA ein Stillhalteabkommen: Widersprüche gegen die Gebührenbescheide werden entgegengenommen, aber es wird kein gebührenpflichtiges Widerspruchsverfahren eingeleitet, solange ein noch laufendes Verfahren für die Jahre 2003/2004 nicht abgeschlossen ist.

Das Oberlandesgericht Koblenz bestätigt den Freispruch des ehemaligen Leiters einer DRK-Rettungswache. Der Fall hatte im Jahre 2006 für Aufsehen gesorgt: Dem Betroffenen war damals vorgeworfen worden, den Sprechfunkverkehr eines Rettunghubschraubers eines konkurrierenden Rettungsunternehmens gestört zu haben. Er wurde zunächst zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt; dieses Urteil wurde im Berufungsverfahren aus Mangel an Beweisen aufgehoben.

Großer Besucherandrang bei der Hobbyfunkmesse "Rheintal Electronica" im badischen Durmersheim. Zum fünften Mal ist im Rahmen dieser Messe wieder die "CB-Lounge" vertreten. Messebesucher haben dort die Möglichkeit, sich umfassend über die Möglichkeiten des CB-Funks zu informieren. Die Reaktionen der Besucher sind überwiegend positiv und die Macher der "CB-Lounge" sind sich einig: Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine "CB-Lounge" in Durmersheim geben.

Erregte Diskussionen um den Entwurf einer neuen "Powerline-Norm". Powerline-Anwendungen stehen seit vielen Jahren in der Kritik, weil sie erhebliche Störungen insbesondere im Kurzwellenbereich erzeugen können. Kritiker bemängeln, dass durch die im Normentwurf festgelegten Störgrenzwerte zu niedrig sind und dadurch künftig weite Teile der Kurzwelle für Funkzwecke unbrauchbar gemacht werden könnten.

Das Umweltministerium legt einen Entwurf zur Änderung der BEMFV vor. Unter anderem sollen in die BEMFV künftig auch Ordnungswidrigkeiten-Tatbestände aufgenommen werden. So soll z. B. der Betrieb einer Funkanlage ohne erforderliche Standortbescheinigung mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden können. Bisher sind Verstöße gegen die BEMFV nicht mit Bußgeld bedroht.

November 2012

Die Firma Stabo kündigt ein neues CB-Handfunkgerät mitt der Bezeichnung "xh 9006e" an. Es handelt sich um das gleiche Modell, das vor einem Monat von der Firma President als "Randy II" angekündigt wurde. Die Modellgleichheit verwundert nicht: Stabo ist ein Tochternehmen der President-Gruppe.

Internationale Ehrung: In London wird das in Bayern entwickelte CB-Funk-Baustellenwarnsystem mit dem "EasyWay2-Award" ausgezeichnet.

Mehr als 9300 Personen haben eine Online-Petition gegen die Einführung einer neuen Powerline-Norm unterzeichnet. Die Petition war von dem Funkamateur Tobias Holzreiter, DF8TH, auf der Internet-Plattform "openPetition" ins Leben gerufen worden.

Dezember 2012

Ein "Urgestein" verlässt die CB-Funk-Szene: Dipl.-Phys. Wolfgang Schnorrenberg tritt am 1. Dezember in den Ruhestand. Wolfgang Schnorrenberg, liebevoll "Schnorri" genannt, war mehr als 35 Jahre in der CB-Industrie tätig - zuletzt viele Jahre als Entwicklungsingenieur bei der Firma Alan. Darüber hinaus war er maßgeblich an der Schaffung der neuen CB-Funk-Norm EN 300433 beteiligt. Auch wenn "Schnorri" nicht mehr in der Industrie tätig ist, so will er doch weiterhin dem Hobbyfunk verbunden bleiben.

AUS nach 20 Jahren: Die sog. "Circulation Card" läuft Ende 2012 aus und wird nicht mehr verlängert. Sie erlaubte die vorübergehende Mitnahme und den Betrieb von europäisch nicht "harmonisierten" AM- bzw. SSB-Funkgeräten in den teilnehmenden Ländern. Mit der Schaffung der neuen "CEPT-Decision", die neben FM auch AM und SSB als europäischen CB-Funk-Standard vorsieht, ist die "Circulation Card" überflüssig geworden.

Die schweizerische Funkaufsichtsbehörde BAKOM gibt bekannt, dass auch nach dem Wegfall der "Konzessionspflicht" ab 2013 für die Übertragung von Daten im CB-Funk ein behördliches Rufzeichen erforderlich ist. Die Gebühren betragen einmalig 35 Franken für die Rufzeichenzuteilung sowie 25 Franken für die Verwaltung - letztere für fünf Jahre.

Die österreichische Internet-Plattform "CB-Funk Austria" stellt überraschend ihren Betrieb ein. Gründe für die Einstellung werden nicht genannt. "CB-Funk Austria" war Initiator des jährlich stattfindenden CB-Funk-Aktivitätstages "European Day of QSO".

Rechtsanwalt Michael Riedel kündigt an, dass er demnächst auf seiner Website Ausführungen zur geplanten Änderung der BEMFV veröffentlichen wird. In der BEMFV ist auch das Standortbescheinigungsverfahren mit der umstrittenen 10-Watt-EIRP-Grenze geregelt. Es bleibt spannend...

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/010113.htm

73 de Hans!

Die österreichische Internet-Plattform "CB-Funk Austria" hat Ende Dezember 2012 ihren Betrieb eingestellt.

Eine Begründung für die Einstellung wurde nicht genannt. Auf der Homepage von "CB-Funk Austria" unter www.cb-funk.at bedankt sich der bisherige Betreiber Heimo Poiss lediglich "für die schöne Zeit".

"CB-Funk Austria" wurde im Jahre 2005 von Heimo Poiss gegründet. Ziel war es, den CB-Funk in Österreich wiederzubeleben und das Hobby in der Öffentlichkeit stärker publik zu machen. Nach Hacker-Attacken Anfang 2012 war die beliebte Plattform mehrere Monate offline. Im Juli 2012 ging "CB-Funk Austria" wieder ans Netz; es fanden sich jedoch seitdem nur wenige Mitstreiter, die zu einer Mitarbeit bereit waren.

Überregional bekannt wurde "CB-Funk Austria" als Initiator des jährlich stattfindenden CB-Funk-Aktivitätstages "European Day of QSO".

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/241212.htm

73 de Hans!

Unter http://www.seefunknetz.de/dwnload_1.htm befindet sich ein ca. 3 stündiger Audio Beitrag über die Geschichte des Seefunks und seinen Telegrafisten. Wie ich meine, ein sehr interessanter Audiobericht, sowie auch die Seite www.seefunknetz.de tolle Informationen (nicht nur für marinebegeisterte) Funker,SWL,s und Interessierte bietet.

Mehr darüber auf "Funkbasis.de" unter http://funkbasis.vps9611.alfahosting-vps.de/viewtopic.php?f=11&t=32571 

73 de Hans! Lächelnd

Letzte Notfunkübung der Notfunkgruppe Landshut U08/Z76 2012 

Die Landshuter Funkamateure, bzw. die Notfunkgruppe Landshut hielt kürzlich ihre letzte Notfunkübung in diesem Jahr ab. Die Zielsetzung war dieses mal, das Erkunden von so genannten Funklöchern im Stadtgebiet Landshut.

Als Funkzentrale fungierte dabei das Clubheim der Funkamateure auf der Weickmannshöhe 22 in Landshut. Und das nicht zuletzt deshalb, weil man hier im Notfall den Funkbetrieb völlig autark vom öffentlichen Stromnetz über mehrere Tage ja sogar Wochen aufrecht halten könne.

Hans-Jürgen Schott, DH2RL, Leiter der Notfunkgruppe, teilte seine Mitstreiter in verschiedene Gruppen ein. Diese sollten mit dem Auto, als auch parallel mit dem Handfunkgerät von verschiedenen Standorten aus Funkverbindungen über die clubeigene Relaisfunkstelle auf 70cm mit dem Clubheim auf der Weickmannshöhe aufnehmen. Dabei ging es bei den Versuchen auch darum, die Verbindungen mit möglichst wenig Sendeleistung - teilweise mit nur einem halben Watt - zu erreichen. Mit dieser niedrigen Sendeleistung konnte man dann auch tatsächlich Stellen ausmachen bei denen erst wieder mit 35 Watt von der Mobilstation aus eine Verbindung möglich war.

Seit kurzem ist die Relaisfunkstelle der Landshuter Funkamateure fest im Clubheim auf der Weickmannshöhe eingebaut. Damit nutzt man die sehr gute Funklage bei fast 500 Metern üNN. und die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Bei Stromausfall läuft die Relaisfunkstelle die ersten zwei Stunden aus einer Pufferbatterie weiter, anschließend kann das gesamte Gebäude mittels des eigenen Stromaggregates weiter versorgt werden.

Die ausgeschwärmten Fahrzeuge hatten am Ende wirklich alle Stellen im Stadtbereich und in der näheren Umgegend ausprobiert. Fazit: Es gibt nicht eine Stelle bei der eine Funkverbindung nicht mehr möglich gewesen wäre. Leicht eingeschränkt, bei einem halben Watt mit Handfunkgerät.

Unabhängig vom Sprechfunk hatten die beteiligten Funkamateure alle so genannte APRS-fähige Funkgeräte in Betrieb. Mit diesen Geräten, die auch über einen GPS-Empfänger verfügen, war es möglich, alle Übungsteilnehmer im Clubheim ständig auf den PC-Monitor punktgenau zu verfolgen. Es wurden Informationen übertragen wie: Position, Höhe üNN und Geschwindigkeit. Alles - darauf legt man bei den Funkern großen Wert - ohne Internet. Das APRS-System ist ein Funknetzwerk, von Funkamateuren deutschlandweit aufgebaut, aber auch mit dem Internet gekoppelt. Fahrzeuge, aber auch Handfunkgeräte können so von überall in der Welt aus geortet werden.

Die Notfunkgruppe Landshut besteht zur Zeit aus ca. 12 aktiven Funkamateuren und kommen aus den Ortsverbänden Z76 und U08. Sie halten sich mit ständigen Übungen fit, um bei schweren Notfällen, oder bei Stromausfall die örtlichen Behörden, bzw. Rettungsdienste, im Bedarfsfall zu unterstützen.

Sigi, DF9RD, OVV Landshut U08 

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Quelle: www.u08.de

In der Schweiz ist auch nach dem Wegfall der "Konzessionspflicht" ab 1. Januar 2013 für den CB-Datenfunk ein amtliches Rufzeichen erforderlich. Das teilte das Schweizer "Bundesamt für Kommunikation" (BAKOM) dem Funkmagazin auf Anfrage mit.

Das BAKOM hatte im November 2012 alle Schweizer CB-Funk-Rufzeicheninhaber angeschrieben und sie auf die neue Rechtslage hingewiesen. Diesem Schreiben zufolge müssen alle Schweizer CB-Funker, denen bereits ein Rufzeichen zugeteilt ist und die dieses Rufzeichen in Zukunft nicht für CB-Datenfunk nutzen möchten, dies dem BAKOM innerhalb eines Monats mitteilen. Die Behörde gehe sonst davon aus, dass der Inhaber das Rufzeichen weiterhin für CB-Datenfunk benutzen will.

Das BAKOM erhebt für jedes Datenfunk-Rufzeichen Gebühren - auch für bereits zugeteilte Rufzeichen, bei denen der Inhaber nicht rechtzeitig auf die Nutzung verzichtet hat. Die Gebühren betragen pro Rufzeichen einmalig 35 Schweizer Franken für die "Zuteilungsverfügung" sowie 25 Schweizer Franken für die Rufzeichenverwaltung - letztere für einen Zeitraum von fünf Jahren.

In Deutschland war eine Rufzeichenpflicht für den CB-Datenfunk im Jahre 1998 gescheitert. Im Dezember 1997 hatte das damals in Auflösung begriffene Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) auf Drängen des Deutschen Arbeitskreises für CB- und Notfunk (DAKfCBNF) verfügt, dass alle CB-Datenfunkaussendungen ab 1. Januar 1998 mit einem Rufzeichen gekennzeichnet werden mussten. Die Rufzeichen sollten von der Behörde oder vom DAKfCBNF zugeteilt werden. Diese Regelung führte zu erheblichen Protesten bei den CB-Funkern. Bereits nach fünf Monaten, am 27. Mai 1998, hob die neugegründete Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) die Rufzeichenpflicht wieder auf.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/171212.htm

73 de Hans!

Siehe Beitrag in ORF TV unter http://tvthek.orf.at/programs/4660549-heute-konkret/episodes/5086175-heute-konkret/5086179-Funkstoerungen-durch-LED-s

73 de Hans!

 

Zum Jahresende 2012 verliert die sog. CB-Funk-"Circulation Card" ihre Gültigkeit. Eine Verlängerung ist unseres Wissens nicht vorgesehen.

Die "Circulation Card" (deutsche Bezeichnung: "Berechtigungskarte") wurde am 1. April 1992 von acht europäischen Fernmeldeverwaltungen eingeführt. Sie berechtigte Besucher der beteiligten Länder, auch solche CB-Funkgeräte mitzuführen und vorübergehend zu betreiben, die über die Modulationsart AM (später auch SSB) verfügten. Vorher war eine freizügige Mitnahme bzw. ein Betrieb im Ausland nur mit reinen FM-Geräten möglich, die der damaligen CEPT-Empfehlung entsprachen.

Zunächst galt die "Circulation Card" in acht europäischen Ländern, später schlossen sich weitere Länder an. Seit 2008 gilt die "Circulation Card" nur noch in den Ländern Belgien, Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Spanien und der Schweiz.

Mit der neuen "CEPT/ECC-Decision", die im Juni 2011 in Kraft trat und die neben FM auch die Modulationsarten AM und SSB als europäischen CB-Funk-Standard vorsieht, ist die "Circulation Card" überflüssig geworden.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/151212.htm

73 de Hans!