Neue Frequenzzuteilung für Modell-Fernsteuerungen veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Amtsblatt Nr. 22 vom 21. November 2012 eine neue "Allgemeinzuteilung von Frequenzen zur Fernsteuerung von Modellen" veröffentlicht. Mit dieser neuen Zuteilung wird die alte Frequenzzuteilung für Modellfunk abgelöst, die am 31. Dezember 2012 außer Kraft getreten wäre.

Bei den technischen Parametern (Frequenzen, Sendeleistung) gibt es keine Änderungen. So sind z.B. der Frequenzbereich 26,995 bis 27,145 MHz und die Einzelfrequenzen 27,195 MHz und 27,255 MHz im 11-Meter-Band nach wie vor auch für die Fernsteuerung von Modellen zugeteilt.

Unverändert geblieben sind ist auch die Frequenzbereiche 35,010 bis 35,200 MHz und 35,820 bis 35,910 MHz, die ausschließlich Flugmodellen vorbehalten sind, sowie sieben Frequenzbereiche im 40-MHz-Bereich, die nicht für die Fernsteuerung von Flugmodellen genutzt werden dürfen.

Die maximal zulässige Strahlungsleistung für Funkanlagen zur Fernsteuerung von Modellen beträgt unverändert 100 Milliwatt ERP, die Kanalbreite 10 kHz.

In den "Hinweisen" der neuen Allgemeinzuteilung weist die BNetzA jetzt vorsorglich auf § 60 Abs. 1 TKG hin. Darin ist u.a. festgelegt, dass eine Frequenznutzung nur mit solchen Funkanlagen erfolgen darf, "die für den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen bzw. gekennzeichnet sind".

Die neue Allgemeinzuteilung ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/211112.htm

73 de Hans!

Stromausfall In München

Stromausfall in München Liebe XYLs und OMs, in den letzten Tagen ist mehrfach berichtet worden, dass grosse Teile der bayerischen Landeshauptstadt München in den Vormittagsstunden des Donnerstag den 15.11.2012 von einem flächendeckenden Stromausfall betroffen waren. Laut Medienangaben war dies der folgenreichste Blackout seit 20 Jahren. Ursache war ein Brand in einem wichtigen Umspannwerk im Norden der Stadt, welcher zum Ausfall einer wichtigen Speiseleitung und damit zu einer Kettenreaktion führte. Der Ausfall dauerte bis zu 2 Stunden, dann konnte die Versorgung wieder hergestellt werden Obwohl ein Ausfallzeitraum von 1-2 Stunden überschaubar ist, waren die faktischen Folgen aber dramatisch. So brach nahezu der gesamte Strassenverkehr zusammen und auch U- und S-Bahnen blieben stecken. Über eine weitere unangenehme Folge berichteteten auch die Medien, nämlich es brach auch nahezu die komplette Telekommunikation in der Landeshauptstadt zusammen. Da heute nahezu alle Festnetztelefone schnurlos sind und Strom benötigen, funktionierten sie nicht mehr. Auch fast alle Mobilfunk-Basis-Stationen fielen aus und die verbliebenen mit Notstromversorgung konnten die Verkehrslast nicht mehr bewältigen, so dass faktisch von einem nahezu vollständigem Zusammenbruch des Mobilfunknetzes ausgegangen werden muss. Auch die meisten Münchner Amateurfunk-Umsetzer waren mangels Notstromversorgung betroffen, nicht jedoch die Umsetzer auf dem Olympiaturm DB0EL und DB0TVM. Diese verfügen neben einer unterbrechungsfreien Stromversorgung, welche bis zu einer Stunde überbrückt, auch über einen Anschluss an den Hausdiesel, der den kompletten Olympiaturm mit Notstrom versorgen kann. Die Brennstoff-Vorräte sind ausreichend für mehrere Wochen. Sogar die EchoLink Anbindung verblieb funktionsfähig, da auch der Internet Provider des Leibnitz Rechenzentrums über einen Diesel Generator verfügt. Dieser Vorfall zeigt eindeutig wieder einmal, dass der Amateurfunk ein wichtiger Beitrag zur Bereitsstellung von Notkommunikation in Krisenfällen sein kann und dass diese auch offensiv bei Behörden kommuniziert werden sollte. Mit den Installationen auf dem Olympiaturm in München ist der regionale Amateurfunk bestens aufgestellt um Notkommunikaton zu ermöglichen. vy 73 de Rainer DF2NU Sysop DB0EL

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